23. September 2008 17:10

ORF-Privat 

ORF-Redakteure kritisieren Pekarek-Aussagen

Die ORF-Redakteure kritisieren Privatisierungs-Überlegungen von Stiftungsrats-Chef Klaus Pekarek.

ORF-Redakteure kritisieren Pekarek-Aussagen
© ORF

Kritisch haben die ORF-Journalisten auf die Überlegungen des ORF-Stiftungsratsvorsitzenden Klaus Pekarek reagiert, wonach Unternehmensteile bzw. Sparten des ORF ausgelagert oder sogar teilprivatisiert werden könnten. Die "Fantasien einer Beteiligung von Bundesländerverlagen an den ORF-Landesstudios" mögen mit den Interessen Pekareks als "langjähriger Raiffeisen-Landesbankdirektor vereinbar sein, aber sicher nicht mit den Interessen des ORF", teilte der ORF-Redakteursrat am Dienstag in einer Aussendung mit.

Zerschlagung des ORF
Der Vorschlag zur "(Teil-)Privatisierung von Kernelementen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist nämlich ein Vorschlag zur Zerschlagung des ORF und eindeutig im Widerspruch zu der im ORF-Gesetz vorgeschriebenen 'Sorgfaltspflicht und Verantwortlichkeit' von Stiftungsratsmitgliedern", kritisierten die Redakteursvertreter weiter. Der Stiftungsratsvorsitzende lasse auch die im ORF-Gesetz für Stiftungsräte gewünschten "Kenntnisse des österreichischen und internationalen Medienmarktes" völlig vermissen, "sonst könnte er wohl kaum eine Idee lancieren, die in manchen Bundesländern eine selbst im Land besonderer Medienkonzentrationen nie dagewesene Monopolsituation ergäbe".

Aufsichtsgremium anders besetzen
Der ORF-Redakteursrat sieht in den Äußerungen Pekareks einmal mehr den Beweis erbracht, wie "notwendig eine - von den ORF-Journalistinnen und -Journalisten seit Jahren immer wieder geforderte - völlig andere Zusammensetzung des ORF-Aufsichtsgremium, samt klaren und exekutierbaren Unvereinbarkeitsbestimmungen, wäre".




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