07. November 2007 15:43

Wahl 

ORF-Techniker wählen ihren Betriebsrat neu

In der ORF-Technik wird am Mittwoch der Betriebsrat neu gewählt. Ergebnis könnte weitreichende Auswirkungen haben.

ORF-Techniker wählen ihren Betriebsrat neu
© ORF

In der ORF-Technik waren am Mittwoch Betriebsratswahlen angesagt. 1.250 Personen - Angestellte, freie Mitarbeiter und Leasingkräfte - waren aufgerufen, ihre Personalvertretung neu zu wählen, mit einem Ergebnis ist voraussichtlich am späten Abend zu rechnen. Die langjährigen Vorsitzenden des Technik-Betriebsrats, Rudolf Widmar und Rudolf Füllsack, traten altersbedingt nicht mehr an.

Der Ausgang der Techniker-Wahl wird von ORF-Mitarbeitern mit Spannung erwartet, weil er nachhaltige Auswirkungen auf die künftige Zusammensetzung des Zentralbetriebsrats haben dürfte. Der Zentralbetriebsrat (ZBR) wird Anfang 2008 neu gewählt. Bei der ZBR-Wahl geht es vor allem auch um den Verbleib von Obmann Heinz Fiedler, der eine erneute Kandidatur zuletzt nicht dezidiert ausgeschlossen hat.

Rot-schwarze Farbenspiele
In der Vergangenheit wurde Fiedler bei der ZBR-Wahl von den mehrheitlich roten Technik-Betriebsräten unter Widmar, Füllsack und Anton Wolkenstein gestützt. Dass ein erneuter Sieg der roten Technik-Betriebsräte Fiedlers Wiederwahl begünstigen könnte, bestreitet dieser aber. Im Gespräch mit der APA betonte er, dass er zwar "jeden ordentlichen Betriebsrat" begrüße, sich aber "als Exponent der ORF-Partei über jeden gewählten FCG-Vertreter mehr freue, als über einen FSG-Vertreter. Das ist so klar, wie dass es im Sommer wärmer ist als im Winter."

Nicht mehr zur Wahl standen am Mittwoch Widmar, langjähriger Vorsitzende des Technik-Betriebsrats, der bereits im Sommer krankheitsbedingt in Pension gegangen ist, sowie Füllsack, der als Stellvertreter von Heinz Fiedler im ORF-Zentralbetriebsrat derzeit noch im ORF-Stiftungsrat sitzt und sich demnächst ebenfalls in den Ruhestand verabschieden wird.

Technik-Listen
Vorsitzende ihrer früheren gemeinsamen Liste, die jetzt unter dem Namen "Technik macht Programm" kandidiert, ist nun Brigitte Fenko. Wolkenstein trat dem Vernehmen nach mit seiner großkoalitionären Liste "Technik Team" an. Daneben standen weitere vier Listen zur Auswahl.

Auswirkungen hat die Technik-Wahl auch auf die Zusammensetzung des ORF-Stiftungsrates, aus dem Füllsack ausscheiden wird. Die Konstituierung des neuen Technik-Betriebsrats muss innerhalb einer Frist von sechs Wochen erfolgen. Sollte dieser Zeitraum ausgereizt werden, ist Füllsack zum Zeitpunkt der nächsten Stiftungsratssitzung am 12. Dezember noch Betriebsrat, eine Umbesetzung im Stiftungsrat daher erst bei der darauf folgenden Sitzung im Frühjahr nötig.




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