03. Februar 2009 12:52

ORF-Finanzen 

ORF bleibt beim Minus unter 100 Millionen

Das ORF-Ergebnis für 2008 fällt weniger schlecht aus als erwartet. Minus bleibt unter 100 Millionen Euro.

ORF bleibt beim Minus unter 100 Millionen
© APA

Noch ehe die Bilanz für das Jahr 2008 fertig ist, signalisiert der ORF, dass sein Ergebnis doch nicht so schlimm ausfallen dürfte, wie ursprünglich befürchtet. Die 100-Millionen-Euro-Grenze wird beim Minus "mit Sicherheit nicht überschritten", verkündet Kommunikationschef Pius Strobl.

Gerücht gestreut: 140 Millionen Euro miese
Im November war man im ORF von einem negativen EGT von 100 Millionen ausgegangen. In den vergangenen Tagen sollen nun von der Regierung nahe stehenden Vertretern, die an der Ablöse der ORF-Führung arbeiten, die Information gestreut worden sein, das Minus für 2008 würde sogar bei 140 Millionen Euro liegen.

Werbeerlöse gehen um zehn Prozent zurück
Die exakten Bilanzzahlen für 2008 werden derzeit errechnet. Stichtag dafür ist der 31. März. Erste Trends gibt es unterdessen für die Entwicklung des Geschäftsjahres 2009. Demnach würden die Werbeerlöse im ersten Quartal gegenüber der Zeit vor der Finanzkrise - wie erwartet - um etwa zehn Prozent zurückgehen. "Wir liegen im Plan. Das prognostizierte Ergebnis von minus 30 Millionen für 2009 wird aus heutiger Sicht halten", so Strobl. Das Minus gehe damit vor allem auf das Konto der konjunkturbedingt rückläufigen Werbeeinnahmen.

Struktur- und Sparpaket mit Hochdruck umgesetzt
nUm die für eine positive ORF-Entwicklung erforderlichen Sparpotenziale lukrieren zu können, werde derzeit "mit Hochdruck an der Umsetzung der Struktur- und Sparmaßnahmen sowie der Rechnungshof-Empfehlungen gearbeitet", erklärte der ORF-Kommunikationschef weiters. Dies betreffe etwa Personalmaßnahmen, Einsparungen bei den Führungskräften, Umstrukturierungen, Änderungen in den Arbeitsabläufen und die Vorbereitung von Ausgliederungen.

Die notwendigen Umsetzungsbeschlüsse sollen in einer Stiftungsratssitzung am 2. April getroffen werden, die auch entscheidend für die weitere Zukunft der ORF-Geschäftsführung werden dürfte.




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