12. Jänner 2008 11:38

Personalabbau 

ORF weist Fiedler-Kritik zurück

ORF-Finanzchefin Mayerhoffer weist Fiedler-Kritik zurück, Erfordernis des Sparpakets und der künftigen Strukturmaßnahmen unbestritten.

ORF weist Fiedler-Kritik zurück
© APA

Weiterhin Konflikt um das Sparpaket und den Personalabbau im ORF. Sissy Mayerhoffer, kaufmännische Direktorin des ORF, weist in einem Statement die von ORF-Betriebsrat Heinz Fiedler in einem Interview mit der Tageszeitung ÖSTERREICH sowie in einem offenen Brief erhobene Kritik zurück. Fiedler hatte Generaldirektor Alexander Wrabetz wegen der Sparmaßnahmen und einem möglichen Stellenabbau bei Führungspositionen kritisiert.

250 Dienstposten streichen
"Sowohl die Aufsichtsgremien des ORF, als auch die Belegschaftsvertreter sind seit Wochen von mir in Kenntnis gesetzt, dass ich in meiner vorgelegten Mittelfristplanung 2008 bis 2010 massive Ausgabenkürzungen vorgesehen habe, die u.a. die Nichtnachbesetzung von 250 Dienstposten bis 2010 beinhalten", erklärte Sissy Mayerhoffer am Samstag in einer Aussendung.

Spielregeln eingehalten
"Es liegt in der Natur der Sache, dass so massive Reduktionen nicht ohne Strukturveränderungen von statten gehen können, da damit ja auch die Umorganisation von Workflows und Aufgabengebieten zwangsläufig verbunden sind." Selbstverständlich würden sowohl die innerbetrieblichen Spielregeln, als auch die Involvierung der Belegschaftsvertreter, sobald die Planungen konkret sind, beachtet und durchgeführt. "Es kann ja wohl keinem Management der Welt verboten sein, sich Überlegungen über bessere Ressourcen- und Synergienutzungen zu machen und es ist wohl auch eine Kernaufgabe der Geschäftsführung, das Unternehmen zukunftsfit zu halten und dabei auch alle technologischen Veränderungen zu beachten und zu nutzen", betonte Mayerhoffer.

Fiedler hatte sich zuletzt erbost über die Pläne von Wrabetz gezeigt, im Rahmen der ORF-Sparmaßnahmen jeden vierten Führungsjob abzubauen. So soll in den nächsten drei Jahren 25 Prozent der 100 Führungspositionen eingespart werden. Kündigungen schloss Wrabetz nicht dezidiert aus, doch sollten die Maßnahmen weitgehend durch natürlichen Abgang und Fluktuation möglich sein. Fiedler ärgerte sich auch darüber, dass er erst über die Presse von den Plänen erfahren habe.




Posten Sie Ihre Meinung Neu anmelden Login |