16. Oktober 2007 18:16

Pressefreiheit 

Österreich nur auf Platz 16 im Ranking

Eritrea ist Schlusslicht im weltweiten Pressefreiheits-Ranking der Organisation "Reporter ohne Grenzen".

Österreich nur auf Platz 16 im Ranking
© (c) AFP

Eritrea, Nordkorea und Turkmenistan sind international die absoluten Schlusslichter in Sachen Pressefreiheit. Das geht aus der "Weltrangliste der Pressefreiheit 2007" hervor, die die Organisation "Reporter ohne Grenzen" (RSF bzw. ROG) heuer zum sechsten Mal veröffentlicht hat. Österreich belegt in der Weltrangliste wie im Vorjahr Platz 16. Insgesamt wurden 169 Länder bewertet.

Eritrea, das erstmals in die Rangliste aufgenommen wurde, verdrängte Nordkorea vom letzten Platz. "Eritrea hat den letzten Platz verdient. Der autoritäre Präsident Issaias Afeworki hat alle privaten Medien verbannt, und die wenigen Journalisten, die es wagen, das Regime zu kritisieren, werden ins gefängsnis geworfen", bergündet Reporter ohne Grenzen die Wahl.

Lage in Asien fatal
Besonders steht die Lage in Sachen Pressefreiheit in Asien. Von den zwanzig letztplatzierten Ländern liegen sieben in Asien: Pakistan, Sri Lanka, Laos, Vietnam, China, Burma und Nordkorea. Fünf Länder mit besonders deutlicher Pressezensur liegen in Afrika: Äthiopien, Äquatorialguinea, Lybien, Somalia und Eritrea. Vier der letzten Zwanzig kommen aus dem Nahen Osten: Syrien, Irak, die Palästinensergebiete und der Iran. Drei weitere sind die ehemalige Sowjetrepubliken Belarus, Usbekistan und Turkmenistan. Auch Kube gehört zu den 20 "bad ones".

Als besonders besorgniserregend bezeichnete Rubina Möhring, Präsidentin der österreichischen Sektion von "Reporter ohne Grenzen", die Situation in Burma. Bedauernswert sei auch, dass China - weniger als ein Jahr vor den Olympischen Spielen in Peking - weiterhin zu den schlechtgereihtesten Ländern weltweit zählt.

USA rücken vor
n den USA sind die Verletzungen der Pressefreiheit leicht zurückgegangen, die Vereinigten Staaten rutschten von Platz 53 auf Platz 48 vor. Italien hat seinen Rückfall in der Liste beendet und liegt auf Platz 35. "Auch wenn Journalisten weiterhin von Mafia-Gruppen bedroht und daran gehindert werden, in Sicherheit zu arbeiten", hält "ROG" fest. Russland macht hingegen keine Fortschritte und wurde mit Rang 144 bedacht.

Die "bösen Buben" in der EU
Innerhalb der EU erwiesen sich Bulgarien (Rang 51) und Polen (Rang 56) als "böse Buben". Als einzige EU-Mitgliedsstaeten schaffen sie es nicht unter die ersten 50. Die Musterschüler in Sachen Pressefreiheit waren wie immer die nordeuropäischen Länder. Eine Ausnahme bilden die Niederlande, die von Platz eins auf Platz zwölf zurückgefallen sind. Grund dafür: Zwei Journalisten wurden zwei Tage lang festgehalten, weil sie sich weigerten, ihre Informanten gegenüber einem Gericht bekanntzugeben.

Platz eins teilten sich Island und Norwegen. Weiters unter den ersten zehn Ländern: Estland, die Slowakei, Belgien, Finnland, Schweden, Dänemark, Irland und Portugal.




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