29. September 2008 14:12

NR-Wahl 

"Persönlicher Ekel" im israelischen Rundfunk

Mit "persönlichem Ekel" berichtete eine Moderatorin im israelischen Rundfunk vom Ergebnis der Nationalratswahl in Österreich.

"Persönlicher Ekel" im israelischen Rundfunk

Israeleisches Radio
Mit "persönlichem Ekel" berichtete eine Moderatorin des nächtlichen Nachrichtenmagazins im israelischen Rundfunk am Sonntagabend über die Verdoppelung der Rechtsparteien bei der Nationalratswahl. "Gerade bei Österreich ist das bedenklich, wenn ich an die Geschichte denke." Die Korrespondentin in Wien wunderte sich über die Österreicher, die offenbar vergessen hätten, welche Folgen es für das Land gehabt habe, als es aus Protest vor einigen Jahren verstärkt Jörg Haider gewählt habe.

"Fast wurde Österreich damals aus der Volkergemeinschaft ausgeschlossen", sagte die Reporterin und erwähnte die Zeit, als die diplomatischen Beziehungen zwischen Israel und Österreich eingefroren waren. Das Wahlergebnis zeuge von einer Protestwahl gegen die beiden großen Parteien, "die sich ständig gestritten haben, bis die Koalition nach nur zwei Jahren auseinandergebrochen war." Die Stärkung der Rechtsparteien bedeute keine stärkere Fremdenfeindlichkeit.

Abschließend wünschte die Reporterin Österreich "eine Große Koalition, in der sich die großen Parteien einig sind, in einem herrlichen Land in dem man wunderbar leben kann."

Zuvor hatte der in Berlin ansässige Korrespondent der Jerusalem Post einen Abbruch der israelisch-österreichischen Beziehungen prophezeit, falls die Rechtsparteien in die Regierungskoalition aufgenommen werden sollten. Heinz-Christian Strache habe mit Neo-Nazis an paramilitärischen Übungen teilgenommen und die Hand zum Hitlergruß erhoben.

In einem telefonischen Interview habe der israelische Botschafter in Wien, Dan Ashbel, der Jerusalem Post gesagt: "Wir sind über die Lage und die Parteien sehr besorgt, die fremdenfeindlich sind und eine fremdenfeindliche Politik betreiben. Das ist eine Gefahr und es ist eine traurige Tatsche, dass sich das wiederholt. "

"New York Times"
"Rechts-Außen und Anti-Einwanderungsparteien" sind bei den Wahlen in Österreich erfolgreich, schlagzeilt die New York Times in ihrer Online-Ausgabe. Die NYT berichten von den Verlusten von SPÖ und ÖVP um dann zu schreiben, dass das herausragendste Ergebnis der Wahl "der Erfolg für die rechts-außem Parteien" ist. .. Die Wahl war kein Referendum über die Zuwanderung, zitiert die "NYT" OGM-Chef Wolfgang Bachmayer, in erster Linie hab die Frustration über die nichtfunktionierende Rgeierung zu diesem Ergebnis geführt.

Washington Post
"Rechtsextreme preschen bei den Wahlen in Österreich vor, instabile Verhältnisse zeichnen sich ab", fasst die Washington Post das Wahlergebnis in Österreich zusammen.

Los Angeles Times
"Nach großen Gewinnen der Rechten ist die regierende Koalition ist in Turbulenzen", schreibt die Los angeles Times. Die ÖVP und die SPÖ fahren ihr schlechtestes Ergebnis seit dem Zweiten Weltkrieg ein, während die FPÖ und das BZÖ, zwei Rechtsparteien, zusammen 29 Prozent erreichen.

"USA Today"
"Österreich vom Wahlerfolg der Rechten überrascht", schlagzeilt USA Today, übernimmt aber dann ohne weitere Kommentare weiter einen Bericht der Nachrichtenagentur AP.

The Australien
Österreich schwingt nach der Wahl nach rechts, heißt es in der australischen tageszeitung The Australien.Politische Beobachter meinen, der klare Rechtsruck bei den österreichischen Wahlen resultiere aus der Unzufriedenheit der Wähler mit den ständigen Streiterein und dem politischen Kleinkrieg in der großen Koalition.

Jerusalem Post
"Österreichs rechtsaußen Parteien verdoppeln ihre Macht", so der Titel in der Jerusalem Post. "Der Rechtsruck war von Analysten erwartet worden", schreibt das englischsparchige Blatt weiter. Allerdinsg bedeute da Wahlergebnis nicht, dass die Österreicher in ihren Standpunkten extremistischer würden, vielmehr seien die Wähler von der regierendenKoalition enttäuscht.




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