16. Oktober 2007 18:21

ORF-Sparpläne 

Radioredakteure verlangen nach Aufklärung

Betriebsratswahlen bei den Radios und in der Technik des ORF. Ergebnis könnte Auswirkungen auf Verbleib von ZBR Heinz Fiedler haben.

Radioredakteure verlangen nach Aufklärung
© ORF

Aufklärung über die ORF-Sparpläne erwarten sich die Redakteure des öffentlich-rechtlichen Hörfunks morgen, Mittwoch, bei einer Betriebsversammlung im Wiener Funkhaus, an der ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz und Hörfunk-Direktor Willy Mitsche als Gäste teilnehmen. Radiochef Mitsche sprach zuletzt von einer Sparvorgabe von 2,5 Millionen Euro. Man sei auf der Suche nach Geld, werde etwas beitragen, aber wohl nicht in diese Dimensionen vordringen, so Mitsche. Maximal 1,2 Millionen wurden zuletzt im Funkhaus als möglich und machbar kolportiert.

Neben dem Thema "ORF 2008 unter besonderer Berücksichtigung des Hörfunks" steht auch die Bestellung eines Wahlvorstands für die Neuwahl des Betriebsrates der Hörfunkdirektion auf der Tagesordnung. Der Radio-Betriebsrat wird am 14. November neu gewählt.

Wahlen im November
Mit Spannung werden ORF-intern übrigens auch die ebenfalls im November stattfindenden Betriebsratswahlen in der Technik erwartet. Der Ausgang dieser Wahlen dürfte nachhaltige Auswirkungen auf die künftige Zusammensetzung des Zentralbetriebsrats und die weitere Zukunft des mächtigen bürgerlichen Zentralbetriebsratsobmanns Heinz Fiedler haben. Bleiben in der Technik die roten Betriebsräte am Ruder, könnten diese den Christgewerkschafter Fiedler erneut zum Vorsitzenden der ORF-Belegschaftsvertretung küren und nochmals in die Verlängerung tragen.

Fiedler ließ zuletzt offen, ob er bei der Wahl des Zentralbetriebsrats im Februar nochmals antritt, meinte aber, dass sich niemand zu früh über seinen Rückzug freuen soll. "So lange ich so lebfrisch bin, wie ich bin, ist mir alles zuzutrauen." (APA)




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