28. November 2008 14:26

ORF-Töchter 

Raiffeisen will Mehrheit an ORF-Sendetechnik

Die Raiffeisen-Gruppe, 40 Prozent-Gesellschafter der ORS, zeigt sich an der Mehrheit der ORF-Sendetechnik-Tochter interessiert.

Raiffeisen will Mehrheit an ORF-Sendetechnik
© (c) ORS / ORF Photographie

Raiffeisen ist daran interessiert, die Mehrheit an der ORF-Sendetechniktochter ORS zu übernehmen. "Wenn der ORF die Mehrheit abgibt, ist Raiffeisen bereit, diese zu übernehmen", sagte der Generaldirektor der Raiffeisen Holding NÖ-Wien, Erwin Hameseder, am Freitag vor Journalisten in Wien. Der ORF solle aber "mit an Bord bleiben" und zumindest 25 Prozent behalten, so Hameseder.

Auch Interesse an ORF 1 und Ö3
Angesprochen auf mögliches Interesse an einer Teilprivatisierung von ORF1 oder Ö3 meinte Hameseder auch hier: "Ich schließe für die Zukunft nichts aus".

Wie berichtet sieht der von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz am Donnerstag präsentierte Struktur- und Sparplan neben dem massiven Abbau von Mitarbeitern unter anderem auch den Verkauf von Anteilen an der Sendetechniktochter ORS vor, an der der ORF derzeit 60 Prozent und die Raiffeisen-Medientochter Medicur 40 Prozent hält.

Schritt nach Bulgarien
Die ORS erreiche ihre Mittelfristplanung und liefere ordentliche Zahlen, so Hameseder. Vor allem das Projekt in Bulgarien, wo die ORS derzeit an einem Bietverfahren um die Senderinfrastruktur teilnimmt, werde von Raiffeisen positiv gesehen. Seiner Meinung nach wäre es auch "sinnvoll", in Osteuropa weiter zu wachsen".

Gerüchte um eine Teilprivatisierung von ORF 1 gibt es seit längerem. Wrabetz hatte am Donnerstag im Rahmen der Mitarbeiterinformation im ORF-Zentrum betont, er werde alles tun, um das zu verhindern. Es sei für das Unternehmen wichtig, dass es auch in Zukunft über zwei volle Sender verfüge.




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