28. August 2007 14:56

Gratiszeitungen 

Regioprint weist Reichweiten 2007 aus

Verbandspräsident Erich Postl: "Unnötige Diskussion um Kauf- und Gratis, Leser oder Nichtleser ist die Frage".

Regioprint weist Reichweiten 2007 aus
© VRM

Österreichs Gratiszeitungen - vom Verband der Regionalmedien (VRM) - als "kostenlose Regionalzeitungen" tituliert, legen mit der aktuellen Regioprint zum insgesamt neunten Mal Reichweitendaten vor. Insgesamt sind in der Reichweitenuntersuchung 93 Titel aus 19 Medienverbünden sind in der Regioprint 2007 erfasst. Gesamtauflage rund 6,2 Millionen Stück.

Die Gratisblätter erreichen Bundeslandreichweiten bis 76 Prozent. Erstmals würde mit der Regioprint 2007 in allen Bundesländern eine Gratiszeitung die höchste Reichweite erzielen, betonen die VRM-Vertreter. Als Vergleich für Kaufzeitungen dient die Media Analyse 2006.

Die Nettoreichweiten der Gratisblätter in den Bundesländern

Regioprint_Landkarte © VRM

"Gratis ist keine Krankheit und keine karitative oder missionarische Haltung, sondern eine Vertriebsform", meinte VRM-Präsindent Erich Postl zur herrschenden Diskussion um die Unterscheidung von Gratis- und Kaufzeitungen. Nachsatz: "Teilweise sogar eine sehr erfolgreiche Vertriebsform. Die aktuelle Diskussion gehe am eigentlichen Thema vorbei und sei eine in die Vergangenheit und nicht in die Zukunft gerichtet Diskussion. Postl: "Leser oder Nichtleser ist die Frage und nicht die Bezugsart."

Für die Regioprint 2007 haben die Institute Ifes und GfK von März bis einschließlich Juni knapp 5.600 Interviews geführt. 75 Prozent der Befragten gaben an, die kostenlosen Regionalzeitungen zu lesen. Die Frauen lagen dabei mit 76 Prozent knapp vor den Männern mit 73 Prozent. Vor allem die 50- bis 59-Jährigen lesen Gratistitel, 79 Prozent haben einen Berufs- oder Fachschulabschluss.




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