17. Oktober 2007 19:04

Protest-Aktion 

Resolution der Radioredakteure gegen ORF-Sparpläne

Die ORF-Radioredakteure protestieren mit einer Resolution gegen die Wrabetz-Sparpläne: 2,3 Millionen Euro "unzumutbar und undurchführbar".

Resolution der Radioredakteure gegen ORF-Sparpläne
© HELMUT FOHRINGER

Die Redakteure des öffentlich-rechtlichen Rundfunks wehren sich gegen die ORF-Sparpläne. 2,3 Millionen Euro soll der ORF-Hörfunk im Jahr 2008 einsparen, wie Generaldirektor Alexander Wrabetz am Mittwoch bei einer Betriebsversammlung im Wiener Funkhaus bestätigte. Für die Radioredakteure ist das "unzumutbar und undurchführbar". In einer am Mittwochabend beschlossenen Resolution, die der APA vorliegt, hielten die Redakteure ihren Protest fest.

Spar- versus Erfolgskurs
Man halte die sogenannte Radioflotte "seit Jahren und auch heuer unter ohnehin schon bedenklichen Arbeitsbedingungen (keine Nachbesetzungen, kaum Aufstiegschancen) auf einem mehrfach, innerhalb wie außerhalb des Unternehmens, bestätigten Erfolgskurs", ärgerten sich die Redakteure. Sie verwiesen auf ein Sparvolumen von sieben Millionen Euro in den Jahren 2005 bis 2007, was "nach vorsichtigen Berechnungen an die 15 Prozent unseres operativen Budgets" ausmache.

"Mangelnde Bereitschaft für begründete und nötige Sparmaßnahmen kann man uns also wirklich nicht nachsagen. Aber einmal ist Schluss, und dieser Punkt ist jetzt erreicht", hieß es. Neuerliche Einsparungen würden das Programm nachhaltig beschädigen und den sozialen Frieden im Unternehmen gefährden.

Generaldirektion zeigt keine Sparinitiativen
Auf Kritik stieß außerdem die Tatsache, dass die Generaldirektion bei sich selbst "seit Jahren keinerlei Sparinitiativen setzt", wie freiwillige Gehaltseinbußen beziehungsweise Prämienverzicht der Direktorenschaft. Die Redakteure der ORF-Radios des Radiosymphonieorchesters sowie der Hörfunkdirektion zugeordneten Internet-Redaktionen und des aktuellen Teletexts forderten die ORF-Geschäftsführung daher auf, die Sparvorgaben zurückzunehmen.




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