05. Oktober 2007 14:18

Verdonnert 

Saftige Strafe für TV-Vermarkter

Das Deutsche Bundeskartellamt verdonnert die Werbezeit-Vermarkter der Sendergurppen ProSiebenSat.1 und RTL zu 216 Millionen Euro Buße.

Saftige Strafe für TV-Vermarkter

Die Privatsender-Gruppen ProSiebenSat.1 und RTL zahlen zusammen ein Bußgeld von 216 Millionen Euro, wegen Preisabsprachen bei der Vermarktung von Werbezeiten. Im Gegenzug stellt das Deutsche Bundeskartellamts in Bonn die laufenden Untersuchungen bei den Werbezeitvermarktern SevenOne Media (ProSiebenSat.1) beziehungsweise IP Deutschland (RTL) ein.

Nach Angaben von ProSiebenSat.1 zahlt Deutschlands größte Fernsehsender-Gruppe - ProSieben, Sat.1., kabel eins, N24 - 120 Millionen Euro. Die RTL-Gruppe - RTL, SuperRTL, VOX und n-tv - muss 96 Millionen Euro hinblättern.

Rabattsystem in der Kritik
SevenOne Media und IP Deutschland verpflichteten sich, das vom Kartellamt bemängelte Rabattsystem umzustellen. Das Bundeskartellamt hatte die beiden Konkurrenten im Juni durchsuchen lassen, weil ein "Verdacht auf Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung sowie wettbewerbsbeschränkende Absprachen bei der Vermarktung von Fernsehwerbung" bestand.

"Wir sind ausschließlich aus einem Grund auf diesen Vergleich eingegangen: Wir brauchen Planungssicherheit für alle Beteiligten", betont Martin Krapf, Geschäftsführer der IP Deutschland. Sein Unternehmen wolle so einem "jahrelangen Rechtsstreit und den damit verbundenen Unsicherheiten" vermeiden.




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