05. Oktober 2007 08:48

Beschwichtigung 

Schmied lobt Lehrer per Zeitungsinserate

Offenbar als eine Art Beruhigungspille für die Lehrer hat Unterrichtsministerin Claudia Schmied (S) in ganzflächigen Inseraten in mehreren Tageszeitungen (Freitag-Ausgaben) den Pädagogen Lob für ihre Arbeit ausgesprochen.

Schmied lobt Lehrer per Zeitungsinserate

Offenbar als eine Art Beruhigungspille für die Lehrer hat Unterrichtsministerin Claudia Schmied (S) in ganzflächigen Inseraten in mehreren Tageszeitungen (Freitag-Ausgaben) den Pädagogen Lob für ihre Arbeit ausgesprochen. Offiziell nimmt Schmied dafür den "Welttag der 'Lehrerinnen und Lehrer " zum "Anlass, um Ihnen für die großen Leistungen zu danken, die Sie für die Bildung und Ausbildung unserer Kinder und Jugendlichen erbringen".

Die Versammlungen der Lehrer an den höheren Schulen am Donnerstag und Freitag stehen offiziell unter dem Motto der "Information über schulorganisatorische Änderungen" und der Thematisierung der Arbeitssituation der Pädagogen. Die Gewerkschaft mobilisiert aber vor allem gegen die geplanten Modellregionen in Richtung Gesamtschule. Befürchtet werden unter anderem besoldungsrechtliche Verschlechterungen, Mehrarbeit, weniger Mitbestimmung, eine Gefährdung der Arbeitsplätze von AHS-Lehrern und ein "generelles Ende des Gymnasiums".

Konkret kritisiert die sowohl von Christ- als auch von sozialdemokratischen Gewerkschaftern gebildete Spitze der Lehrervertretung etwa, dass im von Unterrichtsministerin Claudia Schmied (S) ausgesandten Begutachtungsentwurf zur "Neuen Mittelschule" neben den Zeugnissen für jeden Schüler zwei Mal jährlich eine "differenzierende Leistungsbeschreibung" erfolgen soll. Dabei kommt man auf eine Mehrbelastung von insgesamt dreieinhalb Arbeitswochen, rechnen die Lehrer vor.

"Kritischer Umgang mit Information"
Schmied weist in dem Inserat darauf hin, dass sich die Aufgabe der Pädagogen in den letzten Jahrzehnten deutlich verändert habe. "Heute ist nicht mehr allein die reine Wissensvermittlung, sondern der kritische Umgang mit Information entscheidend. Durch Ihre Arbeit fördern Sie die Kreativität der jungen Menschen, ihre individuellen Talente sowie ihre Teamfähigkeit. Eine Schule zu ermöglichen, die diesen geänderten Ansprüchen gerecht wird, betrachte ich als die zentrale Herausforderung der Bildungspolitik. "Ich lade Sie ein, diesen Weg mit mir gemeinsam zu gehen und damit der Bildung in Österreich jenen zentralen Stellenwert zu geben, den sie verdient", so die Unterrichtsministerin.




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