20. Juni 2008 12:30

EURO 2008 

Schweiz ist TV-Europameister

Jeder zweite Schweizer sah bei den EURO-Spielen zu - Russen zeigten bisher am wenigsten Interesse an der EURO, Österreich im Mittelfeld.

Schweiz ist TV-Europameister
© EPA

Die Schweizer haben im Verlauf der Europameisterschaft das bisher größte Fußballinteresse an den Tag gelegt. Jeder zweite Eidgenosse (49 Prozent) fieberte beim Spiel gegen die Türkei vor den heimischen Bildschirmen mit der Nationalelf mit. Das ist die höchste TV-Durchschnittsreichweite der bisherigen EM. Zu dem Ergebnis kommt eine Studie der Mediaagentur Initiative, die nach der Vorrunde eine erste Bilanz zu den TV-Reichweiten in den Teilnehmerländern gezogen hat.

Holland auch im Wohnzimmer top
Vize-Europameister im Wohnzimmer-Fußballschauen sind die Niederländer. Das Spiel gegen Frankreich verfolgten 43 Prozent der Gesamtbevölkerung von zu Hause aus, wogegen nur 22 Prozent der Franzosen ihrer Mannschaft vor den Fernsehern die Daumen hielt. Auf Platz drei liegen die Italiener. 38 Prozent sahen die Neuauflage des WM-Finales gegen Frankreich.

Österreich punktet mit Marktanteil
Die Österreicher können da nicht mithalten. Den Reichweitenrekord gab es beim Spiel gegen Deutschland, bei dem 31 Prozent der Bevölkerung auf der Wohnzimmercouch anzutreffen waren. In der Studie werden allerdings jene Fußballfans, die die Spiele in Gasthäusern oder Public-Viewingzonen anschauen, nicht mitgezählt. Deutschland wird in der Erhebung ebenfalls nicht berücksichtigt, da hier keine Reichweitendaten geliefert wurden, sagt Helmut Prattes von der Agentur Initiative.

Träge Russen
Das geringste Fußballinteresse - zumindest in der Vorrunde - zeigten die Russen. Beim Spiel gegen Griechenland sahen nur zwölf Prozent der Bevölkerung zu. Auch die Tschechen interessierten sich wenig für den Sieg ihrer Mannschaft über die Schweiz (13 Prozent). Platz drei der Fußballmuffel belegte bisher die Türkei - lediglich 15 Prozent der Türken im eigenen Land sahen den Fußballkrimi gegen Portugal.

In Österreich schalteten beim ersten Viertelfinalspiel am Donnerstagabend wieder mehr als eine Million Fußballbegeisterte ORF 1 ein. Durchschnittlich sahen 1,095 Millionen Österreicher die zweite Spielhälfte vor dem Fernseher. Der ORF erreichte damit einen KaSat-Anteil von 47 Prozent.

Die Reichweiten-Top-10 der EURO 2008

Österreich - Deutschland, zweite Hälfte (16. Juni) 2,186 Millionen Zuschauer, 72 Prozent KaSat-Marktanteil

Österreich - Polen, zweite Hälfte (12. Juni) 1,670 Millionen Zuschauer, 61 Prozent KaSat-Marktanteil

Österreich - Kroatien, zweite Hälfte (8. Juni) 1,485 Millionen Zuschauer, 54 Prozent KaSat-Marktanteil

Deutschland - Polen, zweite Hälfte (8. Juni) 1,120 Millionen Zuschauer, 43 Prozent KaSat-Marktanteil

Niederlande - Italien, zweite Hälfte (9. Juni) 1,118 Millionen Zuschauer, 44 Prozent KaSat-Marktanteil

Viertelfinale - Deutschland - Portugal, zweite Hälfte (19. Juni) 1,095 Millionen Zuschauer, 47 Prozent KaSat-Marktanteil

Niederlande - Frankreich, zweite Hälfte (13. Juni) 1,060 Millionen Zuschauer, 47 Prozent KaSat-Marktanteil

Türkei - Tschechien / Schweiz - Portugal, zweite Hälfte (15. Juni) 1,032 Millionen Zuschauer, 45 Prozent KaSat-Marktanteil

Schweiz - Türkei, zweite Hälfte (11. Juni) 1,013 Millionen Zuschauer, 42 Prozent KaSat-Marktanteil

Deutschland - Kroatien, zweite Hälfte (12. Juni) 988.000 Zuschauer, 46 Prozent KaSat-Marktanteil




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