11. September 2007 16:04

Rückzug 

"Spiegel" will bei "FTD" einsteigen

Der "Spiegel" könnte neuer Hälfteeigentümer der "Financial Times Deutschland" werden, "Financial Times"-Herausgeber Pearson dürfte sich zurückziehen.

"Spiegel" will bei "FTD" einsteigen

Der Hamburger Spiegel-Verlag will Verlagskreisen zufolge bei der "Financial Times Deutschland" (FTD) einsteigen. Armin Mahler, Geschäftsführer der Mitarbeiter KG des Spiegel-Verlags, habe am Montag die Mitarbeiter in Hamburg informiert, dass der britische Medienkonzern Pearson seine 50 Prozent an der "FTD" verkaufen wolle und dazu unter anderem auch mit dem Spiegel-Verlag verhandle.

Bertelsmann indirekte Kontrolle?
Weder Pearson noch der Spiegel-Verlag wollten sich dazu äußern. Ebenso wenig zu einer Stellungnahme bereit war die Bertelsmann-Tochter Gruner+Jahr, der die andere Hälfte an der "FTD" gehört. Sollte der Spiegel bei der "FTD" einsteigen, könnte Europas größter Medienkonzern Bertelsmann indirekt die Kontrolle über die Finanzzeitung erlangen. Bertelsmann hält 75 Prozent an Gruner+Jahr, Gruner+Jahr wiederum hält 25,5 Prozent am Spiegel-Verlag.

Pearson gibt die englische Mutterzeitung "Financial Times" heraus und gründete im Jahr 2000 zusammen mit Gruner+Jahr die deutschsprachige Ausgabe des Blattes. Die Auflage der "FTD" beträgt 105.000 Stück, ist damit aber noch weit entfernt von den 450.000 Stück der "Financial Times".




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