02. Oktober 2007 09:31

Vorab gesehen 

TV-Kritik: Karl Markovic als Franz Fuchs

Karl Markovic spielt den Briefbombenbauer Franz Fuchs - oe24.at hat den Film vorab gesehen.

"Es lebe die BBA“, skandiert er im Gerichtssaal. So lange, bis er abgeführt wird. Franz Fuchs, wie er uns auch zehn Jahre nach seiner Verhaftung noch in Erinnerung ist. Schnitt. Karl Markovic bricht während des Verhörs in Tränen aus. Franz Fuchs, wie ihn bis dato nur die unmittelbaren Ermittler kannten.

Mit einem Mix aus Original-­Videos, Interviews und Spiel­szenen nähert sich „Ein Patriot“ dem Verbrecher, gibt erschütternde Einblicke in seine Psyche. Gut die Hälfte des Films verbringt der Zuschauer mit Fuchs im Knast, wird Zeuge seiner Hasstiraden auf die „Tschu­schenregierung“ und seiner Jugenderinnerungen.

Dazwischen: Fuchs beim Bombenbauen (die Familie im Nebenzimmer) und Helmut Zilk, der Bilder seiner zerfetzten Hand in die Kamera hält. Absolut gelungen: Markovic mimt den Bombenbauer so glaubhaft, dass man das mulmige Gefühl auch nach Filmende nicht los wird. Perfekt inszeniertes, informatives Stück Zeitgeschichte.

Astrid Hofer in ÖSTERREICH (2. Oktober 2007)




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