27. August 2007 09:51

ORF-Sommergespräche 

Unterhaltung schlägt Inhalte

Zwischenbilanz der ORF-Sommergespräche: Mehr als 1,3 Millionen sahen zu : Die Sommergespräche der Opposition stoßen auf weniger Interesse als im Vorjahr.

Unterhaltung schlägt Inhalte
© ORF

Insgesamt rund 1,3 Millionen Zuseher verfolgten die ORF-Sommergespräche mit den drei Oppositionschefs – im Wahljahr 2006 waren es knapp 1,6 Millionen.

Klarer Quotensieger war FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache im Talk mit ÖSTERREICH-Herausgeber Wolfgang Fellner und ORF-Infodirektor Elmar Oberhauser. Mehr als eine halbe Million Zuseher lockte diese spannende Konstellation vor den Fernseher. Politikexperte Peter Hajek: "Strache hat sich auf die bösen Medien gestürzt. Bei der Fotoaffäre war er aber nicht souverän.“

Unterhaltungswert im Vordergrund
BZÖ-Chef Peter Westenthaler habe „routiniert gespielt“, Grünen-Chef Alexander Van der Bellen sei „so gut wie schon lange nicht“ gewesen – dass der Grüne trotz hoher Sympathiewerte die wenigsten Zuseher anlockte, erklärt Hajek so: "Bei den ersten beiden Gesprächen stand der Unterhaltungswert im Vordergrund, bei Van der Bellen die Inhalte. Viele Menschen schauen aber wegen der Unterhaltung zu.“

Dass die Parteichefs heuer erstmals von einem ORF-Moderator und einem Print-Journalisten befragt werden, hat für Hajek "durchaus Charme“. Für die Politiker selbst sei bei den Sommergesprächen nicht viel zu holen: "Vor allem geht es um die Bestätigung der eigenen Zielgruppe.“

Hanna Simons in ÖSTERREICH (26. August 2007)




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