16. November 2008 08:58

ORF-Pleite 

VP will die ORF-Landesstudios jetzt verkaufen

Die Regierung sorgt sich um den ORF. Nach AUA und Post fehlen heuer auch beim ORF 100 Millionen.

VP will die ORF-Landesstudios jetzt verkaufen
© csi

Am Rande der Regierungsverhandlungen wird die Sorge um den ORF immer lauter: Der Staatsrundfunk schlittert – so hört man – in ein finanzielles Desaster.

In ÖSTERREICH – und zuvor bereits im dafür zuständigen Finanzausschuss – legt ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz jetzt die Karten offen auf den Tisch.

Das Minus des ORF ist heuer tatsächlich auf 100 Millionen Euro explodiert:

  • 30 Millionen wie budgetiert aus der EURO.
  • 30 Millionen aus dem Zusammenbruch des Werbegeschäfts in der Krise.
  • 40 Millionen, weil dem ORF dank Börsenkrise die Zinserträge aus seinen bisher knapp 400 Millionen Ersparnissen fehlen.

Kein Geld
Der ORF wollte, um seine Budgetkrise zu beheben, im neuen Regierungsübereinkommen festgeschrieben haben, dass er jene 57 Millionen Euro, die er sozial Schwachen an Gebührenbefreiung erlässt, von der Regierung rückerstattet bekommt. Das freilich ist gestern am ÖVP-Einspruch gescheitert – der ORF bekommt seine Gebühren nicht rückerstattet. Damit wird auch das Minus des nächsten Jahres – das Wrabetz im Interview mit 30 Millionen angibt – dramatisch.

Werden Landesstudios verkauft?
In den Regierungsverhandlungen wurde von der ÖVP eine ganz neue Variante ins Spiel gebracht: Der ORF verkauft seine Landesstudios an die jeweilige Landesregierung und die regionalen Printmedien.

Während die privaten Medien wenig Interesse zeigen, sind vor allem die Landeshauptleute von Wien und Niederösterreich nicht abgeneigt, ihr Landesstudio in der Krise „zu kaufen“.




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