05. März 2008 11:06

ORF-Finanzen 

Weniger Schwarzseher, daher keine roten Zahlen

Mehr Gewinn als geplant für den ORF im Geschäftsjahr 2007, Werbeerlöse gehen leicht zurück.

Weniger Schwarzseher, daher keine roten Zahlen
© APA

Der ORF schließt das Jahr 2007 besser ab, als erwartet. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) für den gesamten ORF-Konzern liegt bei 3,7 Millionen Euro, das sind um 500.000 Euro mehr als im Finanzplan 2007 vorgesehen. Zu diesem Ergebnis trägt vor allem die sinkende Zahl der Schwarzseher im Land bei, denn die Programmentgelte stiegen von 462,8 Millionen Euro auf 472,7 Millionen Euro. Das heißt, die Zahl der angemeldeten Rundfunkteilnehmer stieg um 53.000 auf 3,04 Millionen.

Insgesamt stiegen die Umsatzerlöse des ORF gegenüber 2006 um rund 21,1 Millionen Euro auf 918,2 Millionen Euro. Einen leichten Rückgang verzeichnet der ORF bei den Werbeerlösen, die mit 300,2 Millionen Euro knapp unter dem Niveau des Jahres 2006 mit 302,0 Millionen Euro liegen. Die sonstigen Umsatzerlöse stiegen von 132,2 auf 145,2 Millionen Euro, was u. a. auf höhere Erträge im Bereich der Programmverwertung zurückzuführen ist.

Kohle für Fußball-Bundesliga und "Musical"
"Der ORF hat trotz verschärften Wettbewerbs sein Ziel der angestrebten 'schwarzen Null' im Geschäftsjahr 2007 erreicht. Dies ist umso erfreulicher, als auch zahlreiche zusätzlich ursprünglich nicht geplante Angebote wie die Fußball-Bundesliga, die Show 'Musical' und ausgebaute Informationssendungen finanziert werden konnten“, erklärt ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz. Sissy Mayerhoffer, die Kaufmännische Direktorin des ORF ergänzt: „Mit einem Konzern-EGT von 3,7 Millionen. Euro konnte das angestrebte Ergebnis von 0,5 Millionen Euro übertroffen werden. Dieses erfreuliche Ergebnis ist auf ein gutes Zusammenwirken aller Bereiche des Hauses zurückzuführen.“




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