31. Jänner 2008 17:05

ORF-Reaktion 

"Wrabetz: "Brief ohne Überraschungen"

ORF-Boss Alexander Wrabetz im ÖSTERREICH-Interview zum Brief aus Brüssel.

"Wrabetz: "Brief ohne Überraschungen"
© ÖSTERREICH/Chris Singer

ÖSTERREICH: Was bedeutet der Brief aus Brüssel für den ORF?

Alexander Wrabetz: Der Brief aus Brüssel entspricht dem, was wir erwartet haben. Er konzentriert sich auf die Spartenkanäle Sport Plus, TW1 und die Form des Online-Auftritts. Positiv ist, dass weder die Fernsehprogramme ORF 1 und ORF 2 noch das Radio angesprochen werden.

ÖSTERREICH: Am Samstag soll der Stiftungsrat denn Budgetplan 2008 und die Gebührenerhöhung absegnen, erwarten Sie irgendwelche Auswirkungen ?

Wrabetz: Nein, denn auch die Form, wie die Gebühren festgelegt werden, wird in dem Brief nicht angesprochen, daher sehe ich auch für Samstag kein Problem.

ÖSTERREICH: Muss der ORF in Zukunft den Verkauf von Online-Werbung aufgeben?

WRABETZ: Nein, denn auch die Frage von Werbung spielt keine Rolle, weder im Fernsehen noch im Online-Bereich. In dem Brief aus Brüssel wird nur eine Konkretisierung des Online-Auftrages gefordert. Es ist schon möglich, dass es gewisse Einschränkungen geben wird. Da muss man mit der EU noch verhandeln.

ÖSTERREICH: Hat der Brief Einfluss auf die Personalsituation des ORF?

WRABETZ: Nein, unsere Sparprogramme sind bekannt, aber die haben mit dem EU-Verfahren nichts zu tun.

ÖSTERREICH: Wie lange hat der ORF Zeit zu reagieren?

WRABETZ: Der Brief, eigentlich ein Fragenkatalog, ist an die Regierung gerichtet und diese hat nun einen Monat, darauf zu antworten. Dannach wird es Verhandlungen geben. In Deutschland haben diese Gespräche zwei Jahre gedauert. Ich rechne daher auf eine Einigung in ein bis zwei Jahren.

Das Interview mit Alexander Wrabetz führte Albert Sachs (ÖSTERREICH, 1. Februar 2008)




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