24. August 2007 20:18

Flottenverband ORF 

Wrabetz: Mehrere Schnellboote zum Flugzeugträger

ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz wünscht sich "mehrere Schnellboote zum Flugzeugträger Vollprogramm" und legistische Maßnahmen für HDTV-Einführung.

Wrabetz: Mehrere Schnellboote zum Flugzeugträger
© APA

Die Konkurrenz für große Fernsehsender kommt nach Ansicht von ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz nicht von andere großen Anbietern, sondern von den "kleinen und kleinsten" Sendern. Daher sei es notwendig, auch im ORF "dem Flugzeugträger Vollprogramm mehrere kleinere Schnellboote" beizustellen. Daneben will der Generaldirektor endlich das High Definition-Zeitalter in seinem Haus einläuten und wünscht sich entsprechende "medienpolitische und legistische Voraussetzungen" für HDTV, wie er im Rahmen der Alpbacher Technologiegespräche erläuterte.

Grundlegende Veränderung der TV-Landschaft
Die Rahmenbedingungen für das mobile Digitalfernsehen DVB-H seien vor dem Sommer beschlossen worden, "jetzt müssen wir über die anderen Dinge in Gespräche eintreten", lautet Wrabetz' Forderung in punkto HDTV. Die neue Technologie werde die Fernsehlandschaft "in den kommenden zehn bis 15 Jahren ganz grundlegend verändern", sagte er. Der Unterschied sei mit dem Umstieg von Schwarz-Weiß auf Farbfernsehen vergleichbar und stelle den ORF "programmatisch, technisch, regiemäßig und rechtemäßig vor ganz große Herausforderungen".

Um der Konkurrenz der spezialisierten Klein- und Kleinstprogramme etwas entgegenzusetzen, sei es für die Fernsehsender nötig, "als Gruppe aufzutreten". Überlegungen, künftig mit einem einzigen ORF-Sender das Auslangen zu finden, seien "absurd". Wrabetz möchte unter anderem zusätzlich zu Sport Plus auch einen Infospartenkanal schaffen und 3Sat auch terrestrisch digital ausstrahlen, wie er betonte. (APA)




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