22. August 2007 17:56

Red Bull TV 

Zwei Fernsehsender für Mateschitz

Red Bull TV startet im Frühjahr 2008 in Salzburg. Lokalsender Salzburg TV bleibt neben Red Bull TV weiter bestehen.

Zwei Fernsehsender für Mateschitz
© Rancinan

"Geplant ist ein Spartenprogramm, das im Frühjahr nächsten Jahres gestartet werden soll“, bestätigt Red Bull auf Anfrage von ÖSTERREICH. Red Bull TV soll über Kabel und Satellit verbreitet werden. Auch der Standort für den Sender von Dietrich Mateschitz ist nun fix: Red Bull TV wird in Salzburg angesiedelt, so der Energydrink-Hersteller.

Überraschung
Mit dem Start von Red Bull TV verschwindet der Lokalsender Salzburg TV, an dem Mateschitz zu Jahresbeginn 95 Prozent der Anteile erworben hat, nicht von der Bildfläche. Salzburg TV wird unabhängig von Red Bull TV als regionaler Fernsehsender weitergeführt, heißt es bei Red Bull.

Der Start von Red Bull TV erfordert allerdings ein kräftiges Investment. Alleine die Kosten für einen digitalen Sendeplatz auf einem Astra-Satelliten schlagen mit bis zu 750.000 Euro zu Buche. Allerdings ist das Programm dann auch europaweit zu empfangen. Auch in ein Fernsehstudio dürfte Mateschitz, der ein Faible für ungewöhnliche Architektur besitzt, eine ordentliche Summe stecken.

Lesen Sie hier, wen und was Mateschitz vom ORF holt

ORF-Knowhow
Wie ÖSTERREICH bereits mehrmals berichtet hatte, handelt es sich bei Red Bull TV um ein Programm, das auch über Internet und Handy verbreitet wird. Für alle technologischen Belange holte sich Mateschitz vor Kurzem Andreas Gall, den ehemaligen technischen Direktor des ORF, und dessen Beratungsunternehmen @-Visir ins Team.

Programm-Ideen
Die Inhalte von Red Bull TV wird derzeit noch entwickelt. In Wien arbeitet ein Team um Thomas Vacek an Programm­ideen für den Mateschitz-Sender. Vacek galt als einer innovativsten Programmentwickler des ORF, landete aber in der Ära Monika Lindner auf dem Abstellgleis.

ORF-Chef im Team
Zum Fernsehstab von Dietrich Mateschitz gehört auch Ex-ORF-Generaldirektor Gerhard Weis. Weis, seit 2002 in Pension, beschäftigt sich heute privat intensiv mit der Zukunft des Fernsehens und steht dem Red-Bull-Boss als externer Berater vor allem für strategische Fragen zur Verfügung.

Albert Sachs in ÖSTERREICH (23. August 2007)




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