20. Jänner 2007 12:23

ORF-Zukunft 

Aus für "ZiB1"-Durchschaltung, Standort-Entscheidung vertagt

Große Zustimmung für die Schema-Reform des ORF bei der Klausur auf dem Küniglberg, keine Entscheidung zum Standort.

Aus für "ZiB1"-Durchschaltung, Standort-Entscheidung vertagt

Die Standortfrage des ORF bleibt weiter aufgeschoben. Bei der großen Klausur der ORF-Direktion mit dem Stiftungrat auf dem Küniglberg informierte Senderchef Alexander Wrabetz sein Aufsichtsgremium lediglich über den Stand der Gutachten zu den Varianten Sanierung des ORF-Zentrums auf dem Küniglberg oder Neubau des Senders.

Nun will die neue ORF-Führung zu einem selbst noch einmal die bisher vorgelegten Analysen und Berechnungen prüfen, zum anderen weitere Gutachten in Auftrag geben, die zusätzliche Faktoren wie die emotionale Bindung an das bestehende Haus, die Meinung der Mitarbeiter oder auch den Image-Faktor bewerten.

Finanz-Modelle gesucht
Außerdem sollen Finanizierungsmodelle erabeitet und bewertet werden. Laut Wrabetz gilt es eine Finanzierungsform zu finden, die das laufende ORF-Budget nicht zu stark belastet. Die endgültige Entscheidung zum Standort des ORF soll "wahrscheinlich" noch in diesem Jahr fallen, so Wrabetz.

Wrabetz nennt auch Summen für die einzelnen Varianten. Die Sanierung würde in der Minimalversion 50 Millionen Euro kosten, die Maximalvariante 140 Millionen Euro. Mit 170 Millionen würde ein Neubau zu Buche schlagen. Derzeit spreche keine Berechnung "zwingend" für den Verbleib auf dem Küniglberg oder einen Neubau, erklärt Stiftungsratsvorsitzender Klaus Pekarek.

Eigenes Info-Profil für ORF 1
Klarer die Ansagen zum neuen Programm-Schema. Diesem wird der Stiftungsrat bei seiner nächsten regulären Sitzung am 22. Februar zustimmen. Bei der Klausur gab es laut Pekarek jedenfalls große Zustimmung zu der geplanten Programm-Reform. Das Aus für die Durchschaltung der "Zeit im Bild 1" soll nicht "ideologisch oder parteipolitisch" entschieden werden, betont der Vosrsitzende des Stiftungsrates.

ORF1 soll durch die Programm-Reform einen völlig eigenständigen Informations-Charakter bekommen. Die werberelevante Zeitzone zwischen 17 und 20.15 Uhr - in der der ORF zwei Drittel seiner Werbeeinnahmen lukriert - wird dazu massiv umgebaut. Ab 18 Uhr läuft auf ORF 1 ein neues Infotainment-Magazin, die Sitcom "Mitten im Achten" - das ist der defintive Serientitel - startet irgendwann zwischen 19 und 19.30 Uhr. Daran schließt ein neues Szenemagazin an, das unter der Ägide der Programm-Direktion entwickelt wird. Um 20 Uhr folgt eine eigene Informationssendung.

Der tägliche Sport wandert auf ORF2 ab und wird dort vor den "Seitenblicken" platziert.




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