11. Jänner 2007 12:34

Absage 

Günther Jauch doch nicht zur ARD

ARD wollte Jauch exklusiv, nun gibt er dem öffentlich-rechtlichen Sender einen Korb.

Günther Jauch doch nicht zur ARD

Überraschende Absage: Günther Jauch tritt bei der ARD doch nicht die Nachfolge von Sabine Christiansen als Moderator des sonntäglichen Polit-Talks an. "Ich bin überzeugt, dass nun jemand anderes die Sendung erfolgreich weiterentwickeln wird", sagte der 50-Jährige in einem Gespräch mit der dpa. "Sicher bedauere ich, dass wir uns am Ende nicht einigen konnten. Dabei war der Vertrag schon komplett ausverhandelt, als die ARD mit Nachforderungen kam."

Laut Jauch habe die ARD darauf gedrungen habe, er solle "journalistisch exklusiv" für "das Erste"arbeiten und eine weitere Sendung übernehmen. "Ich wollte aber keine Zusage über den Sonntagabend hinaus geben", so Jauch. Durch die von der ARD angestrebte Zuständigkeit der Chefredakteure für seine Sendung wäre er nach eigener Einschätzung Gefahr gelaufen, "zum Spielball der politischen Farbenlehre innerhalb der ARD zu werden. Das entspricht nicht meinem Empfinden von innerer Freiheit und äußerer Unabhängigkeit".

"Dass die ARD und ich uns gesucht, aber dann doch nicht gefunden haben, ist sicher schade, aber für alle Beteiligten durchaus verkraftbar", sagte Jauch, der im September 2007 als Nachfolger von Sabine Christiansen am Sonntagabend eine Talkshow moderieren sollte. Mit seinem Haussender RTL habe die Entscheidung nichts zu tun. Ein höher dotiertes Angebot des Kölner Privatsenders habe ihm nicht vorgelegen und damit nicht zu seiner Entscheidung beigetragen. Jauch moderiert bei RTL unter anderem die Sendungen "Stern TV" und "Wer wird Millionär".

Die vielfach in der Öffentlichkeit kritisierten Werbeverträge Jauchs seien ohnehin kein Thema mehr: Die habe er entweder gekündigt oder zum Ende des Jahres auslaufen lassen, sagte Jauch.




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