15. Jänner 2007 13:50

ORF-Stiftungsrat 

Herbert Robisch folgt auf Roland Schmidl

Roland Schmidl soll Chefredakteur bei TW1 werden.

Herbert Robisch folgt auf Roland Schmidl

Veränderung im Stiftungsrat des ORF. Roland Schmidl, als Vertreter des ORF-Zentralbetriebsrats in das Aufsichtsgremium des ORF entstandt, scheidet aus dem Stiftungsrat aus. Nachfolger wird Herbert Robisch.

Schmidl übernimmt innerhalb des ORF neue Aufgaben und scheidet aus allen Betriebsratsfunktionen aus. Von der "Liste Fiedler" wird an seiner Stelle Robisch nominiert und vom Zentralbetriebsrat in den Stiftungsrat entsandt. Robisch ist Vorsitzender des Betriebsrats Kaufmännische Direktion und Mitglied des Zentralbetriebsrats.

Neuer Chefredakteur bei TW1
Schmidl soll dem ehemaligen TV-Chefredakteur Werner Mück zum ORF-Spartenkanal TW1 folgen und dort die Funktion des Chefredakteurs übernehmen, berichtet die APA. Diese Aufgabe sei mit einer Tätigkeit im obersten Aufsichtsgremium des öffentlich-rechtlichen Senders unvereinbar, heißt es.

Robisch gilt auch als aussichtsreichster Nachfolger des mächtigen schwarzen ORF-Zentralbetriebsratsobmanns Heinz Fiedler. Bereits bei der kommenden Sitzung des ORF-Stiftungsrates soll Robisch den Zentralbetriebsrat vertreten.

Klausur im Atrium
Der ORF-Stiftungsrate befasst sich am 20. Jänner in einer gemeinsamen Klausur mit der ORF-Führung mit der bevorstehenden Schemareform für die TV-Programme des ORF. Außerdem will ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz bei diesem samstäglichen Termin im ORF-Atrium den Stiftungsräten die Ergebnisse jener Gutachten vorstellen, die als Entscheidungsbasis für den künftigen ORF-Standort dienen.

Im ORF-Stiftungsrat stehen in naher Zukunft generelle Veränderungen an, denn nach der Bildung der neuen SPÖ-ÖVP-Regierung ergibt sich auch eine neue Verteilung der von der Regierung zu besetzenden Stiftungsratssitze. Bisher galt ein Verteilungsschlüssel von fünf der neun Regierungssitze für die ÖVP und vier für das BZÖ, dem Juniorpartner in der bisherigen Regierung. Doch künftig dürfte die Verteilung der Regierungssitze nicht fünf für die SPÖ und vier für die ÖVP lauten. Als wahrscheinliche Variante gilt: vierStiftungsratssitze für die SPÖ, vier für die ÖVP, ein Neutraler.

Erweiterter Parteivorstand
Auch die Grünen müssen ein neues Mitglied in den Stiftungsrat entsenden, da ihr bisheriger Vertreter Pius Strobl bekanntlich als Kommunikationschef zum ORF gewechselt ist. Die Grünen wollen über ihren Kandidaten oder ihre Kandidatin in einem erweiterten Parteivorstand noch im Jänner entscheiden. Immer wieder fällt der Name Monika Langthaler als künftiges Stiftungsratmitglied der Grünen.

Bei den Freiheitlichen folgt Johannes Hübner auf den ins Parlament gewechselten Peter Fichtenbauer.

Die Bestellung der neuen Stiftungsrats-Mitglieder bedarf formal eines Ministerratsbeschlusses der neuen Regierung.




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