04. Jänner 2007 09:39

Online-Plattformen 

Holtzbrinck übernimmt studiVZ

Größtes deutsches Online-Studentennetzwerk StudiVZ mit einer Million aktiven Mitgliedern wechselt den Besitzer.

Holtzbrinck übernimmt studiVZ

Mega-Deal in der deutschen Online-Szene. Die Stuttgarter Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck übernimmt die Online-Plattform studiVZ, die über mehr als eine Million aktive Mitglieder verfügt. studiVZ ist damit das größte deutsche Online-Studentennetzwerk. Holtzbrinck war bereits bisher über die Tochtergesellschaft Holtzbrinck Ventures als Minderheitsgesellschaft an der im Herbst 2005 gegründeten Plattform beteiligt. Mit 2. Jänner hat der Medienkonzern nun alle Anteile übernommen. Künftig wird die Beteiligung innerhalb der Verlagsgruppe von Holtzbrinck Networks in München gehalten.

Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Spiegel Online berichtet von einem Kaufpreis von "bis zu 100 Millionen Euro". Tile Bonow, Sprecher von studiVZ, meint gegenüber Spiegel Online jedoch, der Preis habe "deutlich unter 100 Millionen Euro" gelegen.

Studenten-Projekt
studiVZ wurde von den drei Studenten Ehssan Dariani (26), Dennis Bemmann (28) und Michael Brehm (26) gegründet. Zu den Venture-Capital-Gebern zählten neben Holtzbrinck Networks auch die Samwer-Brüder, die Gründer des Klingeltonanbieters Jamba. Das Portal ist in Struktur und Funktionalität an das US-Studentennetzwerk Facebook angelehnt. studiVZ zählt heute zu den meistbesuchten Websites im deutschsprachigen Raum. In Europa ist studiVZ mit lokalen Portalen in Frankreich mit studiQG.fr, in Spanien mit estudiLN.net, in Italien mit studiLN.it und in Polen mit studentIX.pl präsent.

"Mit Holtzbrinck haben wir den optimalen Partner für das weitere Wachstum der Plattform gefunden. Mit der Übernahme ist studiVZ langfristig abgesichert. Jetzt können wir uns voll auf den weiteren Ausbau der Plattform und neue Angebote für unsere Nutzer konzentrieren", erklärt Dariani. Brehm ergänzt: "Der Schritt hilft uns bei einem verstärkten Engagement in weiteren europäischen Ländern. Für unsere Mitglieder wird das komplette Angebot natürlich auch künftig kostenlos bleiben."




Posten Sie Ihre Meinung Neu anmelden Login |