25. Jänner 2007 12:48

Podcasts 

Keine Radio-Killer

Podcasts sind Ergänzung zum Radio, ergibt eine Studie der ARD.

Keine Radio-Killer

Entwarnung für Radiomacher: Podcasts sind eine sinnvolle Ergänzung der traditionellen Radioprogramme und keine Konkurrenz für diese. So lässt sich eine aktuelle Studie der ARD zu Podcasts zusammenfassen. Radioprogramme bieten sogar Orientierung bei der Auswahl eines Podcasts.

"Podcasting ist eine Chance, mit den hochwertigen Sendungen und Beiträgen der vielfältigen ARD-Radioangebote, also mit unseren Marken, noch mehr Hörer zu erreichen und für uns zu gewinnen. Gleichzeitig sind unsere Podcasts die beste Werbung für die klassischen linear verbreiteten Radioprogramme", meint dazu Frank Johannsen, Hörfunkdirektor des Saarländischen Rundfunks und Vorsitzender der ARD-Hörfunkkommission.

Podcaster sind jung
Wer Podcasts abruft, ist laut der Studie im Allgemeinen jünger als das entsprechende Radiopublikum. Auch kommen insbesondere jüngere Podcast-Nutzer über den Podcast erstmals mit einem Informations- und Kulturprogramm in Berührung. Und besonders bei den jüngeren Radiohörern ist der Trend zur zeit- und ortsunabhängigen Nutzung der Angebote deutlich.

Eine andere Untersuchung, die ARD-/ZDF-Online-Studie 2006, ergab, dass vier Prozent der Deutschen Podcasts abrufen. Der "typische" Podcast-Nutzer ist demnach männlich (63 Prozent), unter 40 Jahre alt (80 Prozent) und formal höher gebildet (75 Porzent). Die neue Podcast-Studie der ARD zeigt nun, dass die Podcast-Nutzer dies meist auch intensiv tun: Rund 80 Prozent rufen ein Angebot regelmäßig ab, ein Viertel sogar täglich. Im Schnitt nutzt jeder "Podcaster" 8,1 verschiedene Angebote.

Für die ARD-Podcast-Studie wurden Im Zeitraum Juli bis September 2006 insgesamt 10.156 Nutzer von Podcast-Seiten auf den Internet-Seiten der einzelnen ARD-Landesrundfunkanstalten und von ard.de befragt.




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