14. Jänner 2007 10:38

ORF-Führung 

Lob und Preis für Ex-Generalin

Zum Abschied von Monika Lindner gab´s ein Fest in den Seitenblicke-Studios.

Lob und Preis für Ex-Generalin

Mit einem "Fest für Monika Lindner" verabschiedete sich der ORF von seiner ehemaligen Generaldirektorin. Alexander Wrabetz , Nachfolger Lindners auf dem ORF-Chefsessel, hatte am Freitga-Abend zum Abschiedsfest für Lindner in die Studios von Interspot-Film in Wien-Liesing geladen. Dort, wo auch die "Seitenblicke" zu Hause sind und sich der ORF gerne im kleinen Kreis von langjährigen, führenden Mitarbeiten verabschiedet, hatten sich rund 200 Gäste aus dem ORF, Wirtschaft, Politik und Kultur versammelt.

Das Spektrum der Gäste reichte von den Politgrößen Wilhelm Molterer, Ursula Plassnik, Elisabeth Gehrer, Waltraud Klasnic, Josef Cap, Andreas Khol, Franz Morak und Ernst Strasser über Museums-Chefin Agnes Husslein, die Wirtschafts-Bosse Veit Sorger, Albert Hochleitner, Klaus Liebscher und Maria Schaumayer bis hin zu ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel und ÖFB-Präsident Friedrich Stickler. Aus der Welt der Medien waren unter anderem ZDF-Intendant Markus Schächter und EBU-Präsident Fritz Pleitgen (ARD) vertreten.

Außerordentliche Leistung
"Dr. Monika Lindner hat vor allem in den vergangenen fünf Jahren Außerordentliches geleistet. Es wird erst in den nächsten Jahren in vollem Ausmaß abzusehen sein, was in der abgelaufenen Geschäftsführungsperiode erreicht wurde. Namens des ORF, aller seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und in meinem eigenen Namen danke ich Monika Lindner für die tolle Zusammenarbeit", streut Wrbaetz seiner Vorgängerin noch einmal Rosen.

Lindner wiederum verabschiedet sich "ohne Wehmut" vom ORF. "Mehr als 30 Jahre in verschiedenen leitenden Funktionen für ein so renommiertes Unternehmen wie den ORF tätig gewesen zu sein - beginnend als freie Mitarbeiterin in der Abteilung Politik und Zeitgeschehen bis hin zur Generaldirektorin - erfüllt mich mit Dankbarkeit und Stolz. Es waren spannende Jahre, die ich nicht missen möchte und auf die ich gerne zurückblicke. Die Zugehörigkeit zu diesem Haus gibt man am Ende seiner Amtszeit nicht ab wie Büroschlüssel. Selbstverständlich werde ich dem ORF immer verbunden bleiben - nicht nur emotional als langjähriges Mitglied der 'Familie ORF', sondern auch als leidenschaftliche Konsumentin seiner Programme", zieht die Ex-Generalin Bilanz.

Schwierige, wirtschaftliche Situation
Stiftungsratsvorsitzender Klaus Pekarek und der ehemalige ORF-Programmintendant Ernst Wolfram Marboe traten als Laudatoren für Lindner auf. Marboe ließ dabei die beruflichen Stationen von Lindner Revue passieren - von ihrer Mitarbeit an der ersten "Licht ins Dunkel"-Sendung im Jahr 1978 bis hin zu ihrer Funktion als erste Frau an der Spitze des ORF. Unter Lindners Führung sei es gelungen, nicht nur wirtschaftlich schwierige Jahre zu meistern, sondern auch den Spagat zwischen Qualität und Quote in den Programmen zu schaffen, so Marboe.

"Der ORF ist mit Sicherheit eines der am schwierigsten zu steuernden Unternehmen in Österreich. Die Rahmenbedingungen der letzten Geschäftsführungsperiode waren nicht einfach. Generaldirektorin Dr. Monika Lindner hat den ORF angesichts zunehmender Konkurrenz, einer schwierigen wirtschaftlichen Situation und nachhaltig geänderter gesetzlicher Grundlagen erfolgreich durch die vergangenen fünf Jahre geführt", bedankte sich Pekarek bei Lindner.




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