17. Jänner 2007 09:44

ORF-Stiftungsrat 

Neue Sitzverteilung im ORF-Aufsichtsgremium

SPÖ und ÖVP verhandeln über die künftige Sitzverteilung im ORF-Stiftungsrat.

Neue Sitzverteilung im ORF-Aufsichtsgremium
Neue Sitzverteilung im ORF-Aufsichtsgremium

Uneinigkeit herrscht zwischen SPÖ und ÖVP über die Sitz-Verteilung im ORF-Stiftungsrat. In dem 35-köpfigen Aufsichtsgremium des ORF stehen der Bundesregierung neun Sitze zu.

Vier Sitze bekommt die ÖVP, fünf will die SPÖ – was die Schwarzen nicht goutieren. Sie wollen, dass eines der neun Regierungs-Mandate mit einem neutralen Kandidaten besetzt wird.

Sesselrücken
Sicher verliert die ÖVP einen der sechs Räte, die den Parlamentsparteien zustehen. Eine rote Mehrheit im Stiftungsrat ist unabhängig vom Ausgang des Disputs gesichert. Selbst einflussreiche SPÖ-Stiftungsräte meinen, dass der derzeitige Ratsvorsitzende Klaus Pekarek, Chef von Raiffeisen Kärnten, seinen Job behalten könnte. Karl Krammer wäre ein SP-Kandidat.

Das BZÖ verliert vier Regierungssitze, gewinnt aber einen über das Parlament. Die Grünen müssen Pius Strobl ersetzen, der als Leiter der Kommunikations- und Marketingabteilung in den ORF gewechselt ist. Die FPÖ entsendet einen Nachfolger für Peter Fichtenbauer, der in den Nationalrat einzog. Diese Funktion ist mit der Rolle eines Stiftungsrates unvereinbar.

Fixer Wechsel
Bereits fix ist, dass Herbert Robisch für Roland Schmidl eines jener Mandate einnimmt, die dem ORF-Zentralbetriebsrat zustehen.

In den Stiftungsrat darf die Bundesregierung neun Vertreter entsenden. Sechs Sitze stehen den im Parlament vertreten Parteien zu, die nach der Vertretung im parlamentarischen Hauptausschuss besetzt werden. Jeweils einen Sitz im Stiftungsrat gibt es für jedes Bundesland. Dazu kommen fünf Sitze des ORF-Zentralbetreibsrates und sechs des ORF-Publikumsrates.

(Albert Sachs in ÖSTERREICH, 17. Jänner 2007)




Posten Sie Ihre Meinung Neu anmelden Login |
Facebook Kommentare