24. Jänner 2007 14:54

Seledec-FPÖ 

ORF-Redakteursrat protestiert

Als "für den ORF peinlich und unternehmensschädigend" kommentiert der ORF-Redakteursrat die jüngste Causa Seledec.

"Es gibt Menschen, die nicht lernfähig bzw. nicht lernwillig sind. Und so demonstriert etwa der (vom Gehaltsbezug her hochrangige) ORF-Bedienstete Walter Seledec immer wieder seine offenkundige Unfähigkeit zu erkennen, was mit dem Recht auf und der Pflicht zu (auch im ORF-Gesetz festgelegter) ,Unabhängigkeit von Staats- und Parteieneinfluss' vereinbar ist und was nicht", hält der Redakteursrat des ORF zum jüngsten Kapitel in der Causa Seledec fest.

Die ORF-Redakteursvertreter weiter: "Und da half es offensichtlich auch nichts vor einem Jahr in die ORF-Programmrichtlinien (die Bestandteil der ORF-Dienstverträge sind) den Passus aufzunehmen, es sei ,alles zu unterlassen, das geeignet sein könnte, Zweifel an der Unabhängigkeit des ORF aufkommen zu lassen'."

Keinen Zweifel am politischen Standort
"Woran Walter Seledec keine Zweifel aufkommen lässt, ist sein politischer Standort. Und so reiste er offenbar auch just im Umfeld der Teheraner ,Holocaust-Konferenz' mit FP-Mandataren in den Iran, sagt der APA dies sei ein ,Privatreise' gewesen um zugleich aber mitzuteilen, er habe sich als ,interessierter Journalist ... dort das iranische Fernsehen angeschaut' ... Und ausgerechnet dieser Walter Seledec hält dann bei der Klausurtagung des Parlamentsclubs jener Partei, zu der er sich auch öffentlich demonstrativ bekennt, ein Referat über den ,neuen ORF'. Das ist für den ORF peinlich und unternehmensschädigend. Vor allem auch, weil dieser Auftritt auch noch ein von der Geschäftsführung offiziell genehmigter ist."

Die ORF-Redakteursvertretung fordert daher von der Geschäftsführung des Unternehmens, endlich konkreten Verhandlungen über klare Unvereinbarkeitsregeln aufzunehmen. Dem ORF-Redakteursrat gehören Danielle Spera, Markus Sint und Fritz Wendl an.




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