03. Jänner 2007 18:35

ORF-Zentrum 

Übersiedelung kostet bis zu 170 Millionen Euro

Die Entscheidung, ob der ORF umzieht oder nicht, fällt in den nächsten Monaten.

Übersiedelung kostet bis zu 170 Millionen Euro

Teuer wird es in jedem Fall: Ob der ORF auf dem Küniglberg in Wien bleibt oder anstelle des bisherigen Sendersitzes einen Neubau hochzieht – kolportiert werden Kosten zwischen 140 und 170 Millionen Euro.

Gutachter im Finale
Bei der Klausur von ORF-Führung und -Stiftungsrat am 20. Jänner präsentiert Alexander Wrabetz jene Fakten, die für oder gegen einen Verbleib auf dem Küniglberg sprechen. Derzeit finalisiert ein Londoner Beratungsunternehmen gerade seine Gutachten, die alle Kosten der einzelnen Varianten berücksichtigen.

Innerhalb des ersten Halbjahres 2007 fällt im Stiftungsrat dann die Entscheidung über den künftigen ORF-Standort.

Sanierungsfall
Das ORFZentrum am Küniglberg ist nicht nur ein Sanierungsfall, sondern verursacht auch relative hohe Betriebskosten.

Momentan scheitern alle Sanierungspläne an der Frage, ob der Bau unter Denkmalschutz steht oder nicht. Dem ORF liegt noch keine offizielle Entscheidung vor, beklagt ORF-Sprecher Pius Strobl. Der ORF könne daher nicht einmal entscheiden, ob er eine Wärmedämmung an der Außenfassade anbringen darf oder nicht.

Absagen
Deutlich gegen eine Absiedlung vom Küniglberg spricht sich der ORF-Betriebsrat aus. Bei der Wahl des ORF-Generaldirektors im August soll es die Stimmen des Betriebsrates nur gegen das Versprechen gegeben haben, den Küniglberg nicht zu verlassen. Die Stadt Wien zeigt zwar Interesse an einem Medien-Cluster, kann sich aber ein finanzielles Engagement rund um einen möglichen ORF-Neubau derzeit eher nicht vorstellen, heißt es aus dem Rathaus.

(Albert Sachs in ÖSTERREICH, 4. Jänner 2007)




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