11. Jänner 2007 10:44

US-Magazinmarkt 

Werbeumfänge stagnieren

Die US-Magazine müssen bei ihren Anzeigenseiten einen Rückgang von 0,1 Prozent hinnehmen.

Werbeumfänge stagnieren

Mehr als flach verläuft die Kurve zur Entwicklung der Anzeigenumsätze in der US-Magazinlandschaft. Galt schon 2005 mit einem Plus von nur 0,5 Prozent an insgesamt verkauften Anzeigenseiten als schwaches Magazinjahr, fällt die Bilanz für 2006 noch schlechter aus. Die Anzeigen-Umfänge gingen 2006 in Summe um 0,1 Prozent zurück, heißt es im Jahresbericht des Publishers Information Bureau.

Die Stagnation im Magazin-Sektor führen Mediaexperten vor allem auf das Wachstum im gesamten Digital-Sektor zurück. Allerdings gibt es trotz des Minus im Gesamtmarkt auch zahlreiche Magazine, die bei ihren Anzeigen-Umsätzen kräftig zulegen konnten.

Gewinner und Verlierer
Das Wohnmagazin "Living" aus dem Verlag Martha Stewart kann seinen Anzeigenumfang um 41,3 Prozent steigern, "Dwell" verzeichnet ein Plus von 39,6 Prozent, "In Touch Weekly" (Bauer) gewinnt 35,8 Prozent und "Bicycling" (Rodale) 32,7 Prozent.

Zu den größten Verlierern gehören "Premiere" (Hachette Filipacci) mit einem Minus von 24,7 Prozent an Anzeigenseiten, "This Old House" (Time Inc.) mit minus 22 Prozent, "Jane" (Conde Nast) mit einem Rückgang von 20,9 Prozent, "Parenting" (Time Inc.) und "Popular Photography & Imaging" (Hachette) mit jeweils 20,1 Prozent Minus "House Beautiful" (Hearst) mit 15,6 Prozent Rücklauf, "Personal Finance" (Kiplinger) mit 13,9 Prozent und "The New Yorker" (Conde Nast) mit einem Minus von 12,7 Prozent.

Delle im Automarkt
Vom Markt verschwunden sind im Jahr 2006 unter anderemTitel wie "Cargo" (Conde Nast), "FHM" (Emap), "Shop Etc" (Hearst) oder "Teen Poeple" (Time Inc.). Die Zahl der eingestellten Magazine liegt deutlich über jener der Neustarts, bei denen "Cookie" (Fairchild) und "Women's Health" (Rodale) zu der erfolgreichsten zählen.

Nach Branchen gerechnet gingen die Anzeigenseiten aus den Segmenten Auto (minus 15,6 Prozent), Mäbel (minus 17,1 Prozent) sowie Finanzen und Versicherungen (minus 16 Prozent) am deutlichsten zurück. Hingegen gab es bei Medikamenten (28,6 Prozent), Öffentlicher Verkehr und Tourismus (20,7 Prozent) und Handel (19,9 Prozent) ein kärftiges Plus.




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