10. Jänner 2007 14:06

ORF 

Wrabetz will Gehälter überarbeiten

Der neu Generaldirektor will eine leistungsorientiertere Entlohnung im ORF einführen.

Wrabetz will Gehälter überarbeiten

Am Küniglberg kündigt sich der nächste Umbruch an. Diesmal steht allerdings keine Personalentscheidung im Mittelpunkt, sondern das Gehaltsschema. Alexander Wrabetz, seit 1. Jänner neuer Generaldirektor des öffentlich-rechtlichen Senders, peilt eine leistungsorientiertere Entlohnung im ORF an.

"In meiner Geschäftsführungsperiode wird es eine Überarbeitung des Kollektivvertrags geben. Und da sind Elemente zu finden, die eine leistungsorientierte Entlohnung besser ermöglichen als jetzt", formuliert Wrabetz in einem Beitrag im aktuellen "Human Resources Report" des Unternehmens. Er stelle sich "ein auf Zielvereinbarungen basierendes Modell" vor. Die Praxis der "Gießkannenprämien" sei jedenfalls nicht zielführend, hält die APA fest.

Außerdem will Wrabetz dem "hohen Wunsch nach Veränderungen" unter den ORF-Mitarbeitern stärker nachkommen. Das Human Resources Management sei gefordert, "mit der Jobbörse als zentrale Stelle veränderungswillige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und Führungskräfte mit Personalbedarf professionell zusammenzubringen". Es werde aber nicht gelingen, dass sich jeder aussuchen kann, wo er gerne eingesetzt wäre, erklärt der ORF-Chef. "Die Jobbörse ist ein strukturiertes und professionelles Kommunikationsinstrument."

Auch um das leibliche Wohl der ORF-Mitarbeiter zeigt sich Wrabetz besorgt. Angesprochen auf die nicht enden wollenden Beschwerden über die Qualität des Essens in der ORF- Kantine, meint der Generaldirektor: "Die Zufriedenheit mit der Kantine ist eine enden wollende. Ich konsumiere das Kantinenessen auch sehr häufig. Da gibt es enorme Qualitätsschwankungen, selbst wenn man in Betracht zieht, dass wir kein Vier-Hauben-Restaurant als Kantine haben. Die Zuständigen werden beim Pächter nicht locker lassen."




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