10. Jänner 2007 14:21

Werbebranche 

Branchenbarometer auf heiter bis sonnig

Die heimische Werbebranche rechnet im ersten Halbjahr 2007 mit einem Wachstum von 6,2 Prozent.

Branchenbarometer auf heiter bis sonnig

Sonnige Aussichten für die heimische Werbewirtschaft auf das erste Halbjahr 2007. Die aktuelle Ausgabe des Werbebarometers des Fachverbandes prognostiziert für den Zeitraum Dezember 2006 bis Mai 2007 ein Wachstum von 6,2 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. "Damit sind die Erwartungen der Branche deutlich optimistischer als zu Jahresbeginn 2006, damals waren 2,6 Prozent erwartet worden", formuliert Peter Drössler, Obmann des Fachverbandes Werbung und Marktkommunikation.

Am deutlichsten dürfte der Internet/Neue Medien-Sektor von der anziehenden Werbekonjunktur profitieren. Sonja Brauner von Focus Media Research geht für dieses Mediensegment von einem Plus von 13,3 Prozent gegenüber den Vorjahreswert aus. Während Direct Mail um 6,0 Prozent wachsen könnte, liegt bei den klassischen Medien der Print-Sektor mit 4,5 Prozent Plus vorne. TV dürfte laut Prognose um 3,6 Prozent wachsen, Plakat/Außenwerbung um 3,0 Prozent. Für Kino ergibt das Werbebarometer ein Plus von 2,0 Prozent, der Hörfunk-Bereich soll demnahc um 1,9 Prozent wachsen.

Auch der Blick auf das Werbejahr 2006 fällt durchwegs positiv aus. Das Werbewachstum (brutto) für Jänner bis November (die Zahlen für Dezember liegen noch nicht vor) beträgt 6,5 Prozent gegenüber dem Jahr 2005. Damit wurden im vergangenen Jahr brutto rund 2,2 Milliarden Euro in Werbung investiert, berichtet Brauner. "In Summe ein sehr positives Jahr", bilanziert Drössler.

Klotz Werbesteuer
Getrübt werden die sonnigen Aussichten der Werbebranche allerdings durch die Tatsache, dass die Abschaffung der Werbesteuer nicht im Koalitionsübereinkommen festgeschrieben ist. "Kein sonderlich vielversprechendes Programm, ich vermisse leider das Wort Werbeabgabe", so Drössler. Dennoch will er die Hoffnung nicht aufgeben, dass die Werbesteuer im Jahr 2008 fällt. Denn dann stehen die nächsten Verhandlungen zum Finanzausgleich zwischen Bund, Ländern und Gemeinden an. Bei der Werbesteuer handelt es sich zwar um eine Bundesabgabe, die aber über den Finanzausgleich an die Gemeinden fließt.

Mit rund 98 bis 99 Millionen Euro beziffert Drössler die Werbesteuer für 2006. Vom Wegfall dieser Abgabe würden vor allem die Medien und insgesamt der Wirtschaftsstandort Österreich profitieren, da es eine vergeichbare Steuer in keinem anderen Land Europa gibt.




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