04. Jänner 2007 18:07

Werbemarkt 

Deutsche Branche jubelt

Werbemarkt überspringt erstmals die 20-Milliarden-Euro-Grenze.

Deutsche Branche jubelt

Der deutsche Werbemarkt überspringt 2006 erstmals eine magische Grenze. Laut dem Marktbeobachter Nielsen Media Research betrugen die Brutto-Spendings im vergangenen Jahr insgesamt 20,1 Milliarden Euro. Damit liegen die Werbeinvestitionen in Deutschland zum ersten Mal über der 20-Millionen-Euro-Grenze. Die Steigerungsrate gegenüber 2005 beträgt damit 5,1 Prozent beziehungsweise 977 Millionen Euro für die Medien Tageszeitungen, Publikumszeitschriften, Fachzeitschriften, Radio- und Fernsehsender sowie Plakat.

Die höchsten Werbeumsätze in den klassischen Medien verbuchen die TV-Sender mit 8,3 Milliarden Euro, bei einem Wachstum von 3,1 Prozent gegenüber 2005. Die Werbeeinnahmen der Tageszeitungen wachsen um 6,3 Prozent auf 5,3 Milliarden Euro. Die Publikumszeitschriften erzielen Werbeumsätze von knapp 4,2 Milliarden Euro sowie ein Wachstum von 7,2 Prozent. Das Segment Hörfunk erzielt ein Plus von 4,5 Prozent auf insgesamt 1,2 Milliarden Euro. Der Außenwerbe-Sektor verzeichnet ein Wachstum von 5,8 Prozent auf annähernd 681 Millionen Euro. Die Fachzeitschriften verzeichnen mit 9,2 Prozent das höchste prozentuale Wachstumsrate auf rund 440 Millionen Euro.

Telcos legen zu
Werbeintensivste Branche bleibt auch 2006 der Handel mit Spendings in der Höhe von 2,0 Milliarden Euro, bei einem Plus von 3,6 Prozent. Das dynamischste Wachstum verzeichnet hingegen die Telekommunikations-Branche mit rund 200 Millionen Euro Mehrausgaben gegenüber 2005.

Angesichts der erfreulichen Entwicklung der Werbezunft spricht der Gesamtverband Kommunikationsagenturen (GWA) von einem Sommermärchen. Insbesondere die Fußballweltmeisterschaft habe zu einem "übergreifenden, nachhaltigen Stimmungsaufschwung geführt", blickt der GWA zurück.

Laut Herbstmonitor des GWA gehen für 2007 zwei Drittel der Agenturchefs von einem weiteren Umsatzwachstum ihrer Agentur aus. Ein gutes Viertel rechnet mit gleichbleibendem Umsatz, ein Prozent mit weniger Umsatz. Sieben Prozent geben keine Prognose ab. Im Vorjahr rechneten nur 55 Prozent mit steigenden Umsätzen und 16 Prozent wollten keine Prognose wagen.

GWA-Vorsitzender Holger Jung: „Die Angst vor weiteren Einbrüchen ist zurückgegangen. Trotzdem herrscht noch große Vorsicht. Die eigene Wachstumsprognose für 2007 liegt nicht über 2006.“




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