14. September 2007 10:03

"Rote Liste" 

16.306 Arten vom Aussterben bedroht

Die Weltnaturschutzorganisation hat ihre Liste der bedrohten Tier-und Pflanzenarten präsentiert.

16.306 Arten vom Aussterben bedroht
© Reuters

Die Artenvielfalt der Erde schwindet immer schneller. Insgesamt stehen 41.415 Arten auf der Roten Liste der bedrohten Tier- und Pflanzenarten 2007, die von der Weltnaturschutzunion (IUCN) am Mittwoch im Schweizer Gland veröffentlicht wurde. 16.306 dieser Arten sind vom Aussterben bedroht - 188 mehr als im vergangenen Jahr.

Nur eine Art herabgestuft
Laut IUCN sind jede vierte Säugetierart, jede achte Vogelart und ein Drittel aller Amphibien bedroht. Dies gelte auch für 70 Prozent der bekannten Pflanzen. Nur eine einzige Art wurde im Vergleich zum Vorjahr herabgestuft: Der Reunion-Sittich (Psittacula eques) gilt nicht mehr als "äußerst gefährdet", sondern fortan als "gefährdet".

"Schlimme Aussichten" für Westlichen Gorilla
Die IUCN sprach von "schlimmen Aussichten" für den Westlichen Gorilla (Gorilla gorilla), der unter anderem in Gabun und Kamerun lebt. Die Existenz der Affen sei von Wilderern aber auch durch den tödlichen Ebola-Virus bedroht. Schätzungen gingen von noch insgesamt 4.000 bis 5.000 Tieren in freier Wildbahn aus. Mitte der Neunziger Jahre seien es noch um die 17.000 gewesen.

Nächste Seite: Orang-Utan, Korallen und Geier auf der Liste

Auf der Roten Liste steht auch der Orang-Utan, dessen Lebensraum durch Holzfällung für Palmölplantagen auf Borneo und Sumatra zerstört werde. Zum ersten Mal finden sich Korallen in dem Werk. Zehn davon leben im Gebiet um die Galapagos-Inseln. Auch einige Geierarten wurden in die Aufstellung der gefährdeten Tiere übernommen. Die Vögel sind der IUCN zufolge besonders in Asien und Afrika in ihrer Existenz bedroht.

Chinesischer Flussdelfin wieder gesichtet
Als "äußerst gefährdet" wird auch der chinesische Flussdelfin Baiji geführt. Bei einer Exkursion im November und Dezember 2006 seien im Fluss Jangtse keine Tiere mehr gefunden worden, teilte die IUCN mit. Im August diesen Jahres habe es eine Sichtung gegeben, die aber weiter geprüft werden müsse. Bis zum Vorliegen der Ergebnisse werde der Delfin noch nicht als "ausgestorben" geführt.




Posten Sie Ihre Meinung Neu anmelden Login |