29. Dezember 2008 14:46

Katastrophenbilanz 

2008 eines der schlimmsten Jahre seit langem

Zahlreiche Naturkatastrophen haben das Jahr 2008 zu einem der schlimmsten seit mehr als hundert Jahren gemacht.

2008 eines der schlimmsten Jahre seit langem
© EPA

Weltweit seien 2008 mehr als 220.000 Menschen ums Leben gekommen, teilte der deutsche Rückversicherer Rück mit. Der gesamtwirtschaftliche Schaden lag bei rund 200 Mrd. US-Dollar (143 Mio. Euro).

Damit setze sich der Trend zu immer häufigeren Wetterextremen und dadurch bedingten Naturkatastrophen fort, hieß es. Auch die Schadenshöhe steige ständig, da oft dicht besiedelte Regionen wie beispielsweise Küsten von Katastrophen betroffen seien.

Schäden in Milliardenhöhe
Die versicherten Schäden erhöhten sich 2008 im Vergleich zum Vorjahr um 50 Prozent auf 45 Mrd. Dollar. Damit sei 2008 eines der schlimmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnungen Anfang des vergangenen Jahrhunderts, sagte ein Sprecher der Münchener Rück. Bei der Schadenshöhe rangiere es an dritter Stelle nach 1995 mit dem Erdbeben im japanischen Kobe und 2005 mit seinen zahlreichen Wirbelstürmen. Auch gemessen an den Opferzahlen gehörte das zu Ende gehende Jahr zu den schlimmsten seit Jahrzehnten. Noch verheerender war die Bilanz beispielsweise 2004 nach dem Tsunami in Südostasien mit allein geschätzten 220.000 Opfern.

Zyklon und Erdbeben
Zu den schlimmsten Ereignissen im vergangenen Jahr gehörten unter anderem der Zyklon Nargis in Myanmar im Mai, der offiziell 85.000 Menschenleben forderte. Mehr als 50.000 Menschen gelten allerdings nach wie vor als vermisst. Im gleichen Monat erschütterte auch ein Erdbeben die chinesische Provinz Sichuan. Rund 70.000 Menschen starben, fast fünf Millionen wurden obdachlos. Den größten versicherten Schaden mit rund 30 Mrd. Dollar richtete laut Münchener Rück der Hurrican "Ike" im September an.

Die Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft AG arbeitet mit Versicherungen in über 150 Ländern zusammen und beschäftigt Spezialisten aus zahlreichen Disziplinen, darunter Raumfahrttechniker, Kapitäne oder Naturwissenschaftler. Sie beraten und errechnen, welche Risiken die Münchener Rück oder Erstversicherer eingehen können und wo neue Gefahren entstehen, etwa durch den Treibhauseffekt beim Klima.




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