03. Februar 2009 12:18

Mehr Sonne 

2008 war eines der wärmsten Jahre

Die Temperaturen lagen rund 1,3 bis 1,8 Grad über dem Mittel, im vergangenen Jahr gab es deutlich mehr Sonne.

2008 war eines der wärmsten Jahre
© sxc

Das abgelaufene Jahr zählt zu den wärmsten seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Wie die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) auf der Hohen Warte in Wien berichtete, lag die Durchschnittstemperatur 1,3 bis 1,8 Grad über dem langjährigen Mittel (1901 bis 2000). "2008 fügt sich gut in den Trend der zunehmend wärmeren und sonnigeren Jahre in Österreich ein - seit den 80er Jahren zeigen die beiden Kurven nach oben", erklärte Klimatologe Reinhard Böhm.

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Zwölf Prozent mehr Sonnenschein
In Österreich war es im vorigen Jahr wärmer und sonniger als normal - das zeigt ein Vergleich mit den bis zu 250 Jahre zurückreichenden Daten der ZAMG. Bezogen auf die Mittelwerte des vergangenen Jahrhunderts war es im Südosten mit plus 1,9 Grad über dem Mittel am wärmsten, vergleichsweise "kühl" war es in den Gipfelregionen (plus 1,3 Grad). Weiters wurden regional bis zu zwölf Prozent mehr Sonnenschein registriert. Weitgehend normal waren hingegen die Niederschlagsmengen.

Die Schwankungen können allerdings auch in den kommenden Jahren mitunter groß sein: "Wir werden auch in Zukunft mit dem einen oder anderen sehr kalten Jahr rechnen müssen", so Böhm.

Daten reichen 250 Jahre zurück
Mit der Datenbank HISTALP besitzt die ZAMG einen weltweit einzigartigen "Datenschatz": Mehr als 500 Zeitreihen an mehr als 200 Orten aus dem Großraum Alpen - von Lyon bis nach Budapest, von Bologna bis Nürnberg - wurden gesammelt, geprüft und aufbereitet. Sie reichen bis zu 250 Jahre zurück und beginnen damit in der früh- bis vorindustriellen Zeit mit geringem Einfluss des Menschen auf das Klima der Erde, in der - nach einer relativ warmen Phase im Hochmittelalter - für mehrere Jahrhunderte die "Kleine Eiszeit" regierte.

HISTALP soll in wenigen Monaten via Internet abrufbar sein. Böhm: "Gerade in Zeiten des Klimawandels sind diese Daten nicht nur für andere Forschungseinrichtungen, sondern auch für die technische Anwendung, die politische Debatte und damit für die allgemeine Öffentlichkeit von großem Nutzen.




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