19. Oktober 2007 11:01

US-Studie 

Angst schneller erkennbar als andere Gefühle

Angst im Gesicht eines anderen Menschen wird schneller wahrgenommen als jede andere Emotion - das Gehirn wird früher gewarnt.

Angst schneller erkennbar als andere Gefühle
© sxc

Im Gesichtsausdruck anderer Personen nehmen Menschen Angst schneller wahr als andere Gefühle. Das Gehirn reagiert auf ein ängstliches Gesicht eher als auf eine neutrale oder eine fröhliche Miene. Das zeigt eine US-Studie.

In der Untersuchung zeigten die Forscher der Vanderbilt Universität in Nashville den Testpersonen verschiedene Gesichter mit entweder ängstlichem, neutralem oder glücklichem Ausdruck. Die Betrachter sollten dann angeben, wann sie sich der Emotion bewusst wurden.

Da eine solche Informationsverarbeitung gewöhnlich nur 40 Millisekunden dauert, mussten die Psychologen die Reaktionszeit verlängern. Sie zeigten den Versuchspersonen daher nur auf einem Auge das Gesicht, auf dem anderen dagegen stetig wechselnde Eindrücke. Dadurch stieg die Reaktionszeit auf bis zu zehn Sekunden.

Schutz vor Gefahr
Dass die ängstlichen Gesichter schneller wahrgenommen wurden, liegt den Forschern zufolge daran, dass das Gehirn im Lauf der Evolution darauf getrimmt wurde, Gefahrensignale in der Umgebung möglichst schnell wahrzunehmen. Sie glauben, dass das Gehirn bestimmte Hinweise erkennt, bevor sie dem Menschen bewusst sind, damit er seine Aufmerksamkeit auf die bedrohliche Situation richten kann.

Hauptfaktor Augen
Eine Schlüsselrolle spielen dabei die Augen. Den Wissenschaftern zufolge haben ängstliche Auge eine bestimmte Form, so dass man mehr das Weiße der Augen sieht.

Auf glücklich aussehende Gesichter reagierten die Teilnehmer am langsamsten. Ein glückliches Gesicht signalisiert Sicherheit, also braucht man dem keine Aufmerksamkeit zu widmen.




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