24. April 2008 12:05

Laut WWF 

Arktis könnte in fünf Jahren eisfrei sein

Laut einer vom WWF in Auftrag gegebenen Studie schmilzt das Eis in der Artkis schneller als erwartet. Der Raum erwärmt sich doppelt so schnell.

Arktis könnte in fünf Jahren eisfrei sein
© ap

Bereits seit Jahren weißt der WWF auf die schlimmen Folgen des Klimawandels für das Eis in der Arktis hin. Eine neue Studie bestärkt jetzt diese Befürchtungen, denn das Eis schmilzt sogar noch schneller als bisher angenommen. Vor allem dem Eis auf der Insel Grönland und dem arktischen Meereis stehen schlimme Zeiten bevor. Sollte das Eis wie befürchtet tatsächlich schmelzen, drohen katastrophale Auswirkungen auf das Weltklima.

Derzeit erwärmt sich der arktische Raum doppelt so stark wie der Rest der Welt. Die Meerestemperaturen lagen im Sommer 2007 fünf Grad über dem Normalzustand. Durch die warmen Temperaturen nahm das Eis um fast 40 Prozent weniger Fläche ein wie noch vor 30 Jahren. Dadurch wurde die Nordwestpassage eisfrei. Die neuste Studie geht nun davon aus, dass ab 2013 kein arktisches Sommereis mehr vorhanden sein wird,

Angst vor "tipping point"
Auch auf Frönland schmilzt das Eis immer schneller. Experten fürchten bereits jetzt den "tipping point", jenen Punkt ab dem das Eis mit einem Volumen von 2,9 Millionen Quadratkilometern unaufhaltsam schmelzen würde. Viel küstennahe Regionen und Städte wären dem Untergang geweiht.

Die WWF-Studie befürchtet katastrophale Auswirkungen auf die gesamte Ökologie der Meere und in Grönland. Das Überleben vieler arktischer Arten ist bereits jetzt massiv gefährdet, allen voran der Eisbär. Aber auch für die Bewohner der arktischen Regionen wird der Klimawandel gravierende Veränderungen bedeuten. Millionen Tonnen Methan sind derzeit noch im Permafrostboden gespeichert. Sollten diese frei gesetzt werden, bewirkt dies einen weiteren Anstieg der globalen Temperatur, da Methan ein noch stärkeres Klimagift ist als CO2.




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