20. März 2008 14:25

"Pseudowissenschaft" 

Astrologen kämpfen um besseres Image

Seriöse Astrologen wollen sich abgrenzen von unseriösen Vorhersagen in Zeitung und TV. Sie fordern Richtlinien und eine Beschwerdestelle.

Astrologen kämpfen um besseres Image
© Astrology Today

Mit Ethik-Richtlinien und einer Beschwerdekommission wollen Österreichs gewerbliche Astrologen ihr Image verbessern. Mit diesem Schritt grenze man sich von unseriösen und "mittelalterlichen" Vorhersagen von TV- und Zeitungs-Astrologen ab, erklärte Peter Fraiss, Fachgruppensprecher in der Wirtschaftskammer, diesen Schritt am Donnerstag. "Dort wird ja so getan, als wären Sie eine Marionette, die an den Sternen hängt."

Keine konkreten Prognosen
Prophezeiungen wie das Finden des Traummannes hätten nichts mit Astrologie zu tun, betonte Fraiss. Ein seriöser Sterndeuter mache keine konkreten Prognosen, sondern könne nur einen Rückschluss auf "Zeitqualität" geben. Damit sei der Hinweis gemeint, dass bestimmte Zeiträume besser für berufliche oder private Aktivitäten geeignet seien. Auch Talente könnten von Astrologen erkannt werden.

Richtlinien gefordert
Mit eigenen Richtlinien, in denen der Ablauf einer Klientenberatung vorgegeben wird, wolle man ein Signal für Seriosität setzen, erklärte Fraiss. Sollte es bei Sterndeutungen dennoch zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Kunden und dem Astrologen kommen, könnten Kunden nun außerdem eine Beschwerdekommission einschalten. Das Problem wird dann von der Schlichtungsstelle erörtert. Informationen über gewerbliche Astrologen, die sich nach den neuen Qualitätsstandards richten, gibt es auf der Internetseite http://www.astrologinnen.at .




Posten Sie Ihre Meinung Neu anmelden Login |
Facebook Kommentare