30. Mai 2008 13:41

Australien 

Baby überstand Eierstock-Schwangerschaft

Die Eierstockschwangerschaft wurde nicht bemerkt. Das Töchterchen einer Australierin kam per Kaiserschnitt auf die Welt.

Baby überstand Eierstock-Schwangerschaft
© www.photos.com

In Australien ist nach einer unbemerkten Eierstockschwangerschaft wie durch ein Wunder ein gesundes Baby zur Welt gekommen. Er habe nicht gewusst, was ihn bei der Geburt erwarte, berichtete der Arzt Andrew Miller, der am Donnerstag als Geburtshelfer im Krankenhaus im nordaustralischen Darwin im Einsatz war, der Nachrichtenagentur AFP.

Miller wollte das Kind planmäßig per Kaiserschnitt auf die Welt holen und bemerkte erst nach dem Aufschneiden des Unterleibs, dass sich das Mädchen nicht in der Gebärmutter, sondern im rechten Eierstock befand.

"So etwas habe ich noch nie gesehen", sagte Miller, der jährlich mehr als 500 Kindern auf die Welt hilft. Diese Geburt sei wie ein Wunder, da sich von 40.000 Föten nur ein einziger in einen Eierstock einniste und die Wahrscheinlichkeit eines gesunden Babys "bei null" liege. Das Mädchen erhielt den Namen Durga.

Völlig unbemerkt
Die fast neun Monate dauernde, ungewöhnliche Schwangerschaft war völlig unbemerkt geblieben. Für Durgas Mutter Meera Thangarajah seien die Monate bis zur Geburt ohne Schwierigkeiten verlaufen, sagte Miller. Er sei davon ausgegangen, dass er während des Kaiserschnittes auch ein bei Ultraschalluntersuchungen entdecktes Fibrom, eine gutartige Geschwulst, entfernen sollte. Tatsächlich habe es sich jedoch nicht um ein Geschwulst, sondern um die Gebärmutter gehandelt, und das Baby sei im Eierstock gewesen.

"Es ist kaum zu glauben, dass das Baby bei einfachen Bewegungen keine Risse im Eierstock verursacht hat", führte der Arzt aus. Die 34-jährige Mutter sei in der Früh "sehr glücklich" gewesen, ihr Baby in den Armen zu halten. Auch Vater Ravi Thangarajah war voller Stolz: "Der Arzt (...) sagte mir, dass es ein Wunder-Baby und ich im Moment der glücklichste Mann der Welt sei", berichtete er dem Rundfunksender "Nine Networks".

Häufiger als in einem Eierstock nistet sich bei einer außerhalb der Gebärmutter erfolgten Schwangerschaft die befruchtete Eizellen im Eileiter ein, der Eierstöcke und Uterus miteinander verbindet. Dies birgt jedoch vor allem für die Mütter lebensgefährliche Risiken, da der wachsende Fötus auf die Organgewebe drückt und dort Risse verursachen kann.




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