20. November 2007 14:24

Hoffnung geraubt 

"Baum-Mann" von Jakarta darf nicht zu OP ausreisen

Die indonesischen Behörden verwähren den US-Ärzten, die den "Baum-Mann" kostenlos operieren wollen, die Erlaubnis, ihn mitzunehmen.

"Baum-Mann" von Jakarta darf nicht zu OP ausreisen
© AFP PHOTO/DISCOVERY CHANNEL/HO
"Baum-Mann" von Jakarta darf nicht zu OP ausreisen
© AFP PHOTO/DISCOVERY CHANNEL/HO

Ein indonesischer Dorfbewohner, der wegen Baumrinden-artiger Warzen auf seinen Händen auch der "Baum-Mann" genannt wird, darf einem Zeitungsbericht zufolge nicht zur Behandlung in die USA reisen. Die Hände des 32-Jährigen Dede sind ganz mit holzigen Auswüchsen bedeckt, deretwegen er nicht arbeiten kann. Einkünfte erzielt er lediglich aus Auftritten bei einer Jahrmarkt-Schau.

Keine Ausreiseerlaubnis erteilt
US-Ärzte "bekommen von uns keine Genehmigung, Dede in die USA zu bringen", sagte die Sprecherin des Gesundheitsministeriums Lily Sriwahyuni Sulistiyowati der Zeitung "Warte Kota" vom Dienstag.

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Dede "verholzt" allmählich am ganzen Körper
(Foto: AFP PHOTO/DISCOVERY CHANNEL/HO)

Vitamin A kann Warzenwaschtum einschränken
"Menschen wie Dede, die in kleinen Dörfern leben, wollen nicht weggebracht werden, schon gar nicht, um Blutproben zu geben. Dorfbewohner geben Ausländern nicht gerne die Erlaubnis, ihr Blut zu untersuchen", sagte Sulistiyowati dem Blatt zufolge. In dem Dokumentarfilm auf "Discovery Channel" wurde Dede von einem US-Dermatologen untersucht, der hinter der rindenartigen Haut eine Kombination aus Papilloma-Viren und einer genetischen Immunschwäche vermutete. Die Einnahme von Vitamin A könne das Immunsystem stärken und das Wachstum der Warzen einschränken, meinte der Arzt.




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