16. Dezember 2008 20:08

Neues Lösungsmodell 

"Betanken" von Elektroautos wird jetzt einfacher

Eine israelische Firma präsentiert ein neues Lösungsmodell zum schnellen Aufladen von umweltfreundlichen Elektroautos.

"Betanken" von Elektroautos wird jetzt einfacher

Eines der großen Hindernisse für die Massenverbreitung von umweltfreundlichen Elektroautos war bisher das zeitaufwendige Aufladen der Batterien. Die israelische Firma "Better Place" hat nun ein neues System entwickelt, das diese Schwierigkeit beseitigen soll. Bundespräsident Heinz Fischer hatte am Dienstag die Gelegenheit, den Prototyp eines Elektroautos der französischen Firma Renault im Rahmen seines Staatsbesuchs in Tel Aviv selbst zu testen.

Austauschbare Batterien
Better Place hatte am 9. Dezember in Israel erstmals neue Ladestationen und Ladeprozesse für Elektroautos präsentiert. Grundidee ist, dass die Fahrzeuge mit austauschbaren Batterien betrieben werden auf Basis eines Abonnementsystems. Der Kunde zahlt eine gewisse Gebühr und die Firma kümmert sich um die Wartung und den Austausch der Batterien. Dieser soll drei Minuten in Anspruch nehmen, verspricht der Vorstandsvorsitzende.

Computerunterstützt
Daneben soll es die Möglichkeit geben, das Auto über Nacht an einer Ladestation aufzuladen. Um eine zeitsparende und wirtschaftliche "Betankung" der Autos zu gewährleisten, soll ein Computersystem den Standort, den Ladungszustand der Batterien und andere Parameter erfassen und auswerten. Die "Treibstoffkosten" würden sich für den Autofahrer nach den Worten Ofers drastisch reduzieren und auch der Umwelt würde etwas gutes getan.

Export geplant
In Israel wurden bisher etwa 15 Ladestationen testweise installiert. Bis 2012 will Better Place, die auch ein Büro in Kitzbühel unterhält, 500.000 Ladestationen errichten und sein System auch in andere Länder exportieren.




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