30. Dezember 2008 13:51

Laut Uni-Bericht 

Bis 2030 macht jeder zweite Jugendliche Matura

Trotz schwacher Geburtenjahrgänge steigt die Zahl der Maturanten kontinuierlich, immer mehr Jugendilche studieren anschließend.

Bis 2030 macht jeder zweite Jugendliche Matura
© APA

In den kommenden Jahren werden immer mehr Jugendliche in Österreich eine Höhere Schule abschließen. Der Anteil der Maturanten unter den Jugendlichen wird von derzeit 41 Prozent auf 48 Prozent im Jahr 2030 anwachsen, heißt es in dem Zwischenbericht zur Hochschulplanungsprognose der Österreichischen Akademie der Wissenschaften (ÖAW). Dieser wurde jüngst im "Universitätsbericht 2008" des Wissenschaftsministeriums publiziert.

Über 40.000 Maturanten 2008
Auch in absoluten Zahlen wird zumindest kurzfristig eine Steigerung erwartet: Der bisherige Rekord von 40.309 Maturanten im Jahr 2008 wird übertroffen werden, die ÖAW rechnet mit einem Maximum von 43.100 Maturanten im Schuljahr 2011/12. Zwischen den Jahren 2018 und 2030 wird allerdings ein Rückgang auf 40.000 erwartet.

Wegen der stärkeren Nutzung von Bildungsangeboten ist die Zahl der Maturanten seit 1993 trotz schwacher Geburtenjahrgänge kontinuierlich gestiegen: 1971 hatten noch 16.755 Personen (17 Prozent der Jugendlichen) die Reifeprüfung abgelegt, 1981 waren es 27.517 (21 Prozent), 31.105 (28 Prozent) im Jahr 1991 und zehn Jahre danach 37.993 (38 Prozent).

Auch wenn es langfristig in absoluten Zahlen laut ÖAW-Prognose wieder weniger Maturanten geben soll, wird ihr Anteil unterdessen weiter wachsen: auf 44 Prozent der Jugendlichen (41.565 Personen) im Jahr 2015, 46 Prozent (39.390) im Jahr 2020, 47 Prozent (39.579) im Jahr 2025 und 48 Prozent (39.495) im Jahr 2030. Praktisch konstant bleibt mit 41 bis 44 Prozent bis ins Jahr 2030 der Anteil jener, die in einer AHS zur Matura kommen.

Immer mehr Jugendliche studieren
Gleichzeitig geht die ÖAW davon aus, dass immer mehr Jugendliche sich nach der Matura für ein Hochschulstudium entscheiden werden. Derzeit treten 60 Prozent der Maturanten auf eine Universität oder Pädagogische Hochschule (PH) über - eine Zahl, die laut Prognose gleichbleiben wird. Allerdings rechnet die ÖAW damit, dass auch künftig immer mehr Jugendliche eine Fachhochschule (FH) besuchen werden. Insgesamt werde die Übertrittsquote daher gegen Ende der 2010er Jahre auf 84 Prozent eines Maturajahrganges anwachsen, heißt es in dem Bericht. Langfristig wird von einem Anstieg der Quote auf 90 Prozent ausgegangen.




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