07. Jänner 2008 14:32

Aliens & Co 

Briten öffnen Ufo-Archive

Großbritannien folgt nun dem Vorbild Frankreichs und öffnet seine Ufo-Archive.

Briten öffnen Ufo-Archive
© ufoevidence.org

Jahrzehntelang lagen die rund 7.000 Geheimdossiers über unbekannte Flugobjekte in Archiven. Es gab sogar Pläne, sie zu vernichten - auch aufgrund von angeblicher Asbest-Belastung der Papiere. Jetzt sollen die Archive der geheimen Abteilung DI55, deren Existenz sogar geleugnet wurde, geöffnet werden.

Erst 2006 hatte das Verteidigungsministerium die Existenz der Ufo-Einheit zugegeben, nachdem der Druck durch Wissenschaftler zu groß geworden war. Die Dokumente existieren sogar in digitaler Form, die Digitalisierung hatte vier Millionen Euro verschlungen.

Der Fall "Vulcan-Bomber"
Veröffentlicht werden soll auch der Vorfall mit der sogenannten "Vulcan"-Bomber, dessen Besatzung sich im Mai 1977 über dem Golf von Biskaya von einem mysteriösen Objekt verfolgt fühlte. Die Crewmitglieder gaben einheitlich zu Protokoll, dass ihre Maschine von dem mysteriösen, leuchtenden Objekt verfolgt worden sei. Ein zweiter Flugkörper sei von ihm abgesprungen und in den Himmel gerast. In den Radar-Aufzeichnungen des Flugzeugs habe der Geheimdienst der Royal Air Force anschließend ein "starkes Signal" aus der Richtung des Ufos erkannt, berichtet der "Observer" unter Berufung auf das entsprechende Dokument.

Der Fall Rendlesham Forest
In den in den nächsten Wochen veröffentlichten Dokumenten befindet sich auch der berühmte "Rendlesham-Vorfall", bekannt auch als "britisches Roswell". Ende 1980 hatten mehrere Augenzeugen berichtet, wie im Rendlesham Forest im ostenglischen Suffolk ein Ufo gelandet sei. Doch genauso wie bei der angeblichen Alien-Landung bei Roswell in der Wüste New Mexicos sind auch die Hintergründe des "Rendlesham Forest Incident" umstritten. Manche Zeugen, darunter Mitglieder der Royal Air Force, berichteten von einem "leuchtenden metallischen Objekt".

Der ehemals in Großbritannien stationierte US-Polizist Kevin Conde behauptete dagegen, seine britischen Kollegen zur fraglichen Zeit mit Hilfe von Autoscheinwerfern genarrt zu haben. Forscher und Ufo-Gläubige erhoffen sich von der Freigabe der Ufo-Dateien nun Klarheit darüber, ob an der angeblichen Alien-Landestelle tatsächlich radioaktive Strahlung gemessen wurde.

Computer-Spezialisten bereiten sich jetzt schon auf den erwarteten Ansturm auf die Internetseiten des Londoner Verteidigungsministeriums vor: Als Frankreich im März 2007 seine Ufo-Archive ins Netz stellte, brachen die Server unter der Last der Anfragen prompt zusammen.

Kein Ufo-Beweis unter den Dokumenten
Ein Beweis für Besucher aus dem All dürfte sich in den Archiven jedoch nicht finden, wie ein Bericht des britischen Verteidigungsministerium aus dem Jahr 2006 zeigt. Das wenig überraschende Ergebnis: Es gibt Ufos - allerdings nur als Resultat natürlicher Phänomene oder menschlichen Treibens.




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