04. September 2007 17:36

Votum am Mittwoch 

Briten wollen Mensch-Tier-Embryos zulassen

Am Mittwoch urteilt eine britische Behörde, ob Wissenschaftler in Großbritannien künftig menschliche DNA in tierische Zellen einfügen dürfen oder nicht.

Briten wollen Mensch-Tier-Embryos zulassen
© APA

Unter Experten gilt eine positive Entscheidung in Großbritannien als wahrscheinlich, dass Forscher menschliches Erbgut in Eizellen von Tieren einschleusen dürfen. Dann wird eine Kommission endgültig über die Mensch-Tier-Stammzellen entscheiden.

Zwei Forschungsinstitute sind auf den Sprüngen, solche embryonale Stammzellen herzustellen. wollen genau diese herstellen. Diese sind in den meisten Ländern der Welt knapp, weil ihre Nutzung fast überall aus ethischen Gründen verboten ist. Denn zur Gewinnung embryonaler Stammzellen müssen zwei Wochen alte menschliche Embryonen zerstört werden.

Heilung von Krankheiten
Die sogenannten zytoplasmischen hybriden Embryos, über deren Erlaubnis nun in Großbritannien entschieden wird, gelten als Alternative zu den umstrittenen "Wegwerf-Embryonen". Sie könnten den Forschern zu jenen embryonalen Stammzellen verhelfen, mit denen man eines Tages Krankheiten wie Parkinson, Alzheimer oder Diabetes heilen könnte. Wissenschaftler würden tierische Eizellen entkernen und dann das Erbgut eines Menschen, der an einer unheilbaren Krankheit wie Parkinson oder Alzheimer leidet, einspritzen. Die resultierenden Embryonen wären zu 99,5 Prozent menschlich.




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