05. November 2007 15:58

US-Forscher 

Comic-Sendungen machen kleine Buben aggressiv

Weil Zeichentrickfilme ein falsches Bild von Gewalt vermittlen, sollen sie einen schädlicheren Einfluss haben als bisher angenommen.

Comic-Sendungen machen kleine Buben aggressiv
© APA

Zeichentrickfilme im Fernsehen haben auf kleine Buben einen schädlicheren Einfluss als bisher angenommen. Laut einer am Montag in der medizinischen Fachzeitschrift "Pediatrics" veröffentlichten Studie laufen zwei- bis fünfjährige Buben, die sich regelmäßig Comics oder Kampfsportarten im Fernsehen ansehen, im späteren Leben Gefahr, aggressiver und ungehorsamer zu sein als ihre Geschlechtsgenossen, die ohne derartige Fernseh-Unterhaltung aufwachsen.

Gefährliche Comics
"Die meisten Eltern halten Zeichentrickfilme für harmlos, da sie witzig sind und sowieso mit der Wirklichkeit nichts zu tun haben", erklärte Dimitri Christakis vom Kinderkrankenhaus in Seattle, einer der Autoren der Studie. Nach seinen Erkenntnissen sind die Filme jedoch gerade deshalb so gefährlich, weil sie vortäuschen, dass ihre Helden alle Abenteuer unbeschadet überstehen.

Falsches Bild von Gewalt
Das hinterlässt bei den kleinen Zuschauern ein falsches Bild davon, was Gewalt im wirklichen Leben anrichtet." Kleine Buben ließen sich dabei besonders leicht beeinflussen: Gleichaltrige Mädchen, die sich dieselben Programme angesehen hätten, zeigten laut der Studie später trotzdem kein unsozialeres Verhalten.




Posten Sie Ihre Meinung Neu anmelden Login |