10. September 2007 11:55

Auktion in Toulouse 

Concorde-Einzelteile werden versteigert

Der Supervogel Concorde wurde ausgemustert: In Toulouse können Liebhaber nun Einzelteile der legendären Maschine ersteigern.

Concorde-Einzelteile werden versteigert

Fans des Überschallflugzeuges Concorde können demnächst hunderte Teile der legendären Maschine ersteigern. Vom tonnenschweren Fahrwerk bis zum Toilettensitz werden in der südfranzösischen Stadt Toulouse 835 Posten angeboten. Die Mindestgebote bei der Auktion vom 28. September bis 1. Oktober liegen zwischen 20 und 3000 Euro, wie Auktionator Marc Labarbe sagte.

Geschwindigkeitsmesser
Interesse dürfte besonders das Stück Nummer 568 finden: der Geschwindigkeitsmesser der im Liniendienst rund 2.200 Stundenkilometer schnellen Maschine. Die Teile sind seit dem Wochenende in einer Ausstellung in Toulouse zu sehen.

Die Stücke stammen aus dem Besitz des europäischen Flugzeugbauers Airbus, der sie dem Luftfahrtverein Aerotheque zur Versteigerung überließ. Viele Posten wurden eigens für die Concorde hergestellt, von der insgesamt nur 20 Stück gebaut wurden. Das Aktionshaus Christie's hatte schon 2003 eine Concorde-Versteigerung organisiert. Glanzstück war dabei die berühmte Spitze Nase des Flugzeuges, die einem Sammler 440.000 Euro wert war.

Ausgemustert
Die Concorde hatte am 2. März 1969 über Toulouse ihren Jungfernflug absolviert, der 29 Minuten dauerte. 1976 wurde das Flugzeug in den Liniendienst gestellt. Knapp ein Vierteljahrhundert später, im Juli 2000, stürzte eine Concorde bei Paris ab - der Anfang vom Ende für den Überschalljet. Bei dem Unglück starben 113 Menschen, weil die Maschine auf der Startbahn über ein herabgefallenes Metallteil raste und in Brand geriet. Bis Ende 2003 musterten Air France und British Airways sämtliche Concorde-Maschinen aus. Das Flugzeug galt auch nicht mehr als zeitgemäß, da es viel Treibstoff brauchte und bei Start und Landung großen Lärm verursachte.




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