26. August 2008 10:10

Auktion im Dorotheum 

Der Zinnober-Merkur wird versteigert

Der "Zinnober-Merkur" kommt unter den Hammer: Der Rufpreis für Österreichs wertvollste Briefmarke liegt bei 22.000 Euro.

Der Zinnober-Merkur wird versteigert
Der Zinnober-Merkur wird versteigert

Ausgewählte Raritäten des Philatelie-Sektors kommen am 19. September im Wiener Dorotheum zur Versteigerung. Highlight der Auktion ist die wertvollste Briefmarke Österreichs, der "Zinnober-Merkur", der zum Rufpreis von 22.000 Euro feilgeboten wird. Das teilte das Auktionshaus am Dienstag in einer Aussendung mit.

"Merkure" sind Marken aus den Jahren 1851 bis 1856, die laut Dorotheum ausschließlich für den Versand von Zeitungen verwendet wurden. Sie sind in den Farben Blau, Gelb, Rosa sowie in der wertvollsten und seltensten Farbe Zinnober in der Auktion zu finden. Das vorliegende Stück sei ein Angebot für den Spitzensammler in außergewöhnlich tiefer Farbe, so das Auktionshaus.

12.000 Euro für eine Fälschung
Weiters kommt ein Brief mit einer gefälschten Marke sowie einem bereits früher verwendeten Postwertzeichen unter dem Hammer. Die Sendung wurde 1858 nach Padova geschickt und die Post dabei zweifach betrogen: Die 15-Centesimi-Marke wurde von einer früheren Unterlage entfernt und mit fremdem Leim erneut aufgeklebt - und die auf dem Poststück ebenfalls befindliche 30-Centesimi-Marke ist eine Postfälschung. Der Rufpreis für diesen wohl einzigartigen Brief beträgt 12.000 Euro.

Weitere Raritäten sind aus den altitalienischen Staaten ein Probedruck der Parma 3 P, 15 Centesimi aus 1855 zum Rufpreis von 8.000 Euro, aus den altdeutschen Staaten die Sachsen Nr. 1 a für Zeitungsversand, drei Pfennige in schöner Farbe (2.000 Euro), oder ein Vierzehnerblock mit Abstempelung der Österreich 1-Kreuzer-Marke aus 1854 (4.800 Euro). Auch schöne Motivsammlungen "Olympische Spiele" oder Postkarten der Wiener Werkstätte werden versteigert.




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