17. Februar 2008 18:01

Studie 

Dick und doof durch zuviel TV

Vor allem Buben, die einen eigenen Fernseher im Zimmer haben, sind davon betroffen. Sie verbringen zuviel Zeit vor dem TV.

Dick und doof durch zuviel TV
© www.sxc.hu

„Zu viel Medienkonsum macht dick, krank, dumm und traurig, vielleicht auch aggressiv.“ Dieser spektakuläre Satz ist im Grunde nichts neues, aber so deutlich wie vom deutschen Kriminologe Christian Pfeiffer wurde diese Erkenntnis vorher nur selten formuliert.

Vor allem Buben betroffen
Mehr als drei Jahre lange wurde der Medienkonsum von rund 23.000 Kindern und Jugendlichen untersucht. Es wurden Auffälligkeiten im Bezug auf Geschlecht, Region, Bildungsniveau der Eltern und Herkunft. Besonders vom Absacken des Niveaus durch übermäßigen TV-Konsum betroffen sind demnach Buben ausländischer Herkunft, deren Eltern einen niedrigen Bildungsabschluss haben.

40 Prozent der zehnjährigen Buben und 30 Prozent der Mädchen haben einen eigenen Fernseher im Zimmer. Diese Quote wird höher, je niedriger das Bildungsniveau der Eltern ist. Die Folge davon ist klar. Wer einen Fernseher im Zimmer hat, konsumiert auch mehr (über 120 Minuten pro Tag). Kinder eingewanderter Eltern sehen sogar noch 60 Minuten mehr fern. Am Wochenende gehen die Unterschiede sogar noch weiter auseinander. Auffallend ist auch, dass Kinder mit eigenem Fernseher brutalere Sendungen sehen, als Kinder ohne.

Absacken der Schulleistungen
Die Folgen werden vor allem in der Schule deutlich. Die Leistungen werden immer schlechter, weil zu wenig Zeit fürs Lernen bleibt. Zudem nimmt die Konzentrationsfähigkeit immer mehr ab. Deutsche Minister fordern deswegen bereits ei Bildschirmverbot in Kinderzimmern.




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